Raffinerie- und Petrochemie-Komplex Aserbaidschan investiert 14 Milliarden Dollar in Petrochemie-Komplex

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Aserbaidschan verfügt über große Erdgas- und Erdölreserven. Die Anlagen zur Verarbeitung sind jedoch nicht mehr auf dem neusten Stand. Nun will das staatliche aserbaidschanische Energieunternehmen Socar einen der modernsten Raffinerie-und Petrochemie-Komplexe der Welt errichten.

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Aserbaidschan plant, einen Raffinerie- und Petrochemie-Komplex zu errichten.
Aserbaidschan plant, einen Raffinerie- und Petrochemie-Komplex zu errichten.
(Bild: terry ross; CC BY 2.0; http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de)

Baku/Aserbaidschan – Die bestehenden Raffinerien können den ständig wachsenden Bedarf Aserbaidschans an Erdöl-und Erdgasprodukten nicht mehr decken. Daher soll der insgesamt 14 Milliarden Dollar teure Raffinerie- und Petrochemie-Komplex die bestehenden Anlagen ersetzen.

Außerdem will Aserbaidschan mit dem OGPC ("Oil and Gas Processing and Petrochemical Complex") Öl und Gas nicht mehr nur fördern, sondern selbst für den Weltmarkt weiterverarbeiten. Der petrochemische Komplex OGPC liegt in nächster Nähe zu den Rohstoffen im Kaspischen Meer – Erdöl und Erdgas werden direkt über Rohrleitungen geliefert.

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Der Petrochemie-Komplex soll 900 000 Tonnen Polymer-Produkte pro Jahr produzieren – Ethan und Propan aus der eigenen Gasaufbereitungsanlage dienen als Grundstock. Anlagen wie Steamcracker stellen dann nahe Baku Rohstoffe her, die unter anderem zu Kunststoffen, Lacken, Lösemitteln oder Pflanzenschutzmitteln verarbeitet werden. Es entstehen Anlagen für Ethylene und Propylene ebenso wie High-Density Polyethylene (HDPE), Linear Low-Density Polyethylene (LLDPE/HDPE), Polypropylene (PP) und Butene-1. Der Petrochemie-Komplex, Gasaufbereitungsanlagen und ein 250-MW-Kraftwerk sollen bis 2021 in Betrieb gehen, die Raffinerie bis 2030.

„Es sind noch nicht alle Aufträge vergeben, es gibt noch Chancen auch für deutsche Unternehmer“, so Socar-Deutschlandchef Elmar Mamedov. Laut Reuters wird beispielsweise eine Tochter von Fluor den Bau des Raffinerie- und Petrochemie-Komplexes übernehmen. Das Unternehmen wird demnach auch Subunternehmer für verschiedene Arbeiten beauftragen.

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