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Manufacturing-Execution-Systeme (MES) in der Prozessindustrie 6. MES-Fachtagung zeigt Wege zur Effizienzsteigerung in der Produktion

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Auf geht’s in die mittlerweile sechste Runde: Am 9. und 10. April 2014 treffen sich wieder Interessenten aus Produktionsmanagement, Qualitätswesen und Betriebsleitung im Rahmen der Hannover Messe zur MES-Fachtagung „Effiziente Produktion“.

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Prof. Martin Wollschlaeger, Technische Universität Dresden: „Technologische und gesellschaftliche Weiterentwicklungen verändern Aufgaben und Struktur von MES gleichermaßen.“
Prof. Martin Wollschlaeger, Technische Universität Dresden: „Technologische und gesellschaftliche Weiterentwicklungen verändern Aufgaben und Struktur von MES gleichermaßen.“
(Bild: Deutsche Messe)

Die zweitägige Veranstaltung richtet sich an Betriebe der diskreten Fertigung genauso wie an Unternehmen aus der Prozessindustrie. Traditionell ist dabei der zweite Tag den Manufacturing-Execution-Systemen (MES) in der Prozessindustrie gewidmet. Von 13:00 bis 16:00 Uhr zeigen am 10. April (Convention Center, Saal 3A) fünf Experten Wege zur Effizienzsteigerung im Produktionsbetrieb auf.

Den Start macht Prof. Martin Wollschlaeger von der Technischen Universität Dresden, Mitglied der ZVEI AG MES, mit seinem Vortrag „MES im Wandel – Einflussfaktoren für die produktionsnahe IT“. Wollschlaeger geht dabei u.a. auf die Auswirkungen aktueller IT-Trends ein und widmet sich dem Thema MES und gesellschaftlicher Wandel. „Manufacturing-Execution-Systeme sind das Bindeglied zwischen Automation und betrieblichen Abläufen. Doch technologische und gesellschaftliche Weiterentwicklungen verändern im Kontext von Industrie 4.0, Cloud, Mobilität, Nachhaltigkeit und Globalisierung Positionierung, Aufgaben und Struktur von MES gleichermaßen“, so Wollschlaeger.

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In den anschließenden Vorträgen berichten Produktionsverantwortliche und IT-Leiter von ihren Erfahrungen mit dem Einsatz produktionsnaher IT-Systeme. So zeigt Vincent Delobel, IT Manager – Business Projects bei UCB Pharma, auf, wie in einer großen, biopharmazeutischen Produktionsanlage das MES als Kernsystem die umfassende Unterstützung von Produktionsabläufen, eine nahezu vollständig papierlose Fertigung sowie die Integration von Automation, Unternehmens- und Labormanagement-Systemen ermöglicht.

Ein Praxisbeispiel aus der Kunststoffindustrie liefert Marco Dittermann, Produktionsleiter bei Lohmann. Für ihn stellt die Kombination von Manufacturing-Execution-Funktionen und Qualitätsmanagement ein zentrales Werkzeug für ein effizientes Produktions- und Qualitätsmanagement dar. „Betriebe sollten sich allerdings bewusst sein, dass entsprechende Integrationsprojekte eine systematische Planung und Begleitung erfordern“, wie er in seinem Vortrag thematisiert.

Am Beispiel der Integration eines Manufacturing-Execution-Systems in der feinchemischen Produktion zeigt Martin Wichmann, Head Center of Excellence Technology bei Merck, die Anforderungen eines solchen Projektes. Eine wichtige Rolle spielen, so Wichmann, die horizontale Datenintegration, die Umsetzung einer vorlagenbasierten Lösung und eine regelmäßige Kosten-/Nutzenanalyse.

Last but not least erklärt Bernd Luchtenberg, Leiter „Messen, Zählen, Validieren der Energiemengen“ bei Currenta, warum gemessene und gespeicherte Messwert-Zeitreihen für Energiedienstleister und Abnehmer wichtig sind. „Sie werden in vom liberalisierten Energiemarkt getriebenen Prozessen des Energiedatenmanagements gehandhabt.“ In seinem Vortrag spürt Luchtenberg der Frage nach, was die Erfassungssysteme leisten und wie sie in den Datenhaushalt eines Chemieparks eingebettet sind.

Begleitend zur Fachtagung präsentieren die Unternehmen Invensys/Wonderware und Proleit ihre MES-Lösungen.

Die Teilnahme an der 6. MES-Tagung „Effiziente Produktion 2014“ ist in Verbindung mit einer Messeeintrittskarte kostenfrei. Hier geht’s zur Online-Anmeldung.

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