Tablettiertechnik

10 Tipps für eine Tablette mit Qualitätssiegel

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Tipp 8: Fragen Sie den Hersteller nach dem Auswurf- und Sortiersystem und der eingesetzten Technologie. In den letzten Jahren wurde die Sicherheit durch neue Technologien wesentlich verbessert.Eine als fehlerhaft gefundene Tablette muss aussortiert werden. Während ältere Maschinen noch fehleranfällige und langsame mechanische Aussortierweichen einsetzen, hat sich das Ausschleusen mit Duckluftdüse durchgesetzt. Eine geschickte Luftführung durch Luftvorhänge vor und in den Auswurfkanälen sorgt für eine Wegführung für die Tabletten (jeweils für den Gut- und den Schlecht-Kanal). Der Pressluftdruck in der Auswurfdüse wird von der Maschine überwacht, eine Lichtschranke im Auswurfkanal kann zusätzlich den korrekten Weg der Schlecht-Tablette im Fallschacht überwachen.

Tipp 9: Fragen Sie den Maschinenhersteller nach seinen Werkzeugen. Ein guter Hersteller führt diese mit in seinem Lieferprogramm. Er wird Ihnen die Vorteile zeigen.

Zur Herstellung einer Tablette werden tablettenspezifische Werkzeuge mit tablettenspezifischen Dimensionen (Form und Abmessungen) benötigt. Werkzeuge – insbesondere Stempelwerkzeuge und Matrizen – sind nach DIN ISO 18084 bezüglich der Abmessungen, Toleranzen und Merkmalen genormt. Am Markt existieren verschiedene Hersteller die diese genormten Werkzeuge in unterschiedlichen Qualitäten anbieten.

Maschinenhersteller mit hohem Qualitäts- und Sicherheitsanspruch haben diese Werkzeuge in ihrem Liefersortiment. Auch die Tablettierwerkzeuge unterliegen einem Innovationsfortschritt: Heute zum Einsatz kommende Maschinen nutzen eine patentierte Segment-Technologie, mit messbarem Zusatznutzen für Kosten und Qualität.

Tipp 10: Fragen Sie nach einer einfachen, intuitiven und fehlertoleranten Bedieneroberfläche, der verständlichen Abbildung des Prozesses und des Maschinenzustands. Fragen Sie auch nach Begriffen wie Audit Trail, Batch Recording, User-Level-Verwaltung und Zugiffsberechtigungen für Bediener.

Eine gute Software unterstützt den Bediener über eine grafische Bedieneroberfläche, im Betrieb und im Fehlerfall durch verständliche Diagnosen. In der Pharmaindustrie erfüllt sie zusätzlich die Anforderungen nach 21CFR Part 11. Dazu gehören: Userverwaltung (Passwortgeschützt), Electronic Batchrecording, Audit Trail (Änderungsprotokollierung), Diagnoseprotokollierung, Bedienerhinweise in Klartext/Landessprache, Hilfefunktionen kontextsensitiv im Klartext abrufbar, Datenanbindung an MES über OPC.

Fazit:

Der Maschinenhersteller spielt eine wesentliche Rolle in der Tablettenherstellung. Die heute in den Maschinen eingesetzten Innovationen und Technologien sind immer auf Anregung von Kunden entstanden, um die Tablettenherstellung zu verbessern. Wie anfangs erwähnt, spielt der Bediener und Betreiber der Anlage eine wesentliche Rolle. Das Verstehen der Zusammenhänge und der Einflüsse für die Herstellung einer guten Tablette sind hier wichtige Voraussetzungen und Schulungen dabei essentiell. ●

* Der Autor ist Produktmanager bei Fette Compacting in Schwarzenbek.E-Mail-Kontakt: jgierds@fette-compacting.com

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