Klassiersieben

Worauf es bei der Klassiersiebung ankommt

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Produktverteilung sicher im Griff

Neben der Siebneigung und der Art der Sieberregung hat auch die Verteilung des Produkts auf dem Siebgewebe Einfluss auf den Grad der Trennschärfe. Ist das Schüttgut beispielsweise schlecht rieselfähig und wird senkrecht direkt auf das Sieb geleitet, kann es sich schon bei der Beschickung so hoch auf dem Siebeinleger aufbauen, dass oben aufliegende Partikelschichten nicht in Kontakt mit der Siebfläche kommen. Ein zu hoher „Siebteppich“ schiebt sich lediglich über das Gewebe, ohne dieses zu passieren. In solchen Fällen ist es sinnvoll das Klassiersieb zusätzlich mit einer Verteilhilfe auszustatten.

Engelsmann bietet zwei verschiedene Lösungen der Produktverteilung. Verteilerbleche werden leicht geneigt direkt unterhalb des Siebeinlaufs angebracht. Das Siebgut wird durch den Einlauf auf das Blech geleitet. Durch den abgeschrägten Winkel wird das Produkt direkt in Bewegung versetzt und über die gesamte Breite des Einlegers verteilt. Sieb­leisten wiederum fungieren als „Stopper“ indem sie auf dem Siebgewebe kurz hinter dem Produkteintrag eine Barriere bilden, unter der das Produkt nur in einer definierten Schichthöhe durchfließen kann. Dadurch wird gewährleistet, dass das komplette Siebgut mit der Siebfläche in Kontakt kommt und optimal ausgesiebt wird.

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Passgenau bespannte Siebeinleger

Exakt bespannte Siebeinleger spielen gerade bei der Klassiersiebung eine große Rolle, da sie ebenfalls Einfluss auf die Trennschärfe haben. Ist das Gewebe nicht gleichmäßig bespannt, können die einzelnen Maschenbereiche durchhängen oder sich verziehen. Siebeinleger mit inhomogenen Maschenweiten führen unweigerlich zu niedrigeren Trennschärfen bzw. schlechteren Siebergebnissen. Dank einem neuen Prüfverfahren bei Engelsmann können Sieb­einleger nach dem Bespannen gemäß DIN ISO 9044 sowie DIN ISO 3310-1 vermessen und die Homogenität des Siebgewebes kontrolliert werden. Engelsmann liefert auf Anfrage für seine Siebmaschinen oder Ersatzeinleger entsprechende Prüfprotokolle und somit mehr Verfahrenssicherheit.

Fazit: Eine trennscharfe Klassierung wird vor allem durch ein Zusammenspiel von verschiedenen Kriterien erzielt – optimal bespannten Siebeinlegern, der für das Produkt idealen Siebbewegung sowie der Produktverteilung und Verweildauer des Siebguts.

* Der Autor ist Sales Manager Siebtechnik bei J. Engelsmann, Ludwigshafen.

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