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Neue Licht- und Drucklufttechnik

Wie Schoeller Werk den Energieverbrauch in der Produktion senkt

| Redakteur: Tobias Hüser

Das Schoeller Werk hat rund 800.000 Euro in ein neues Druckluftsystem und eine moderne LED-Beleuchtung in der Produktion investiert. Damit baut der Hersteller von längsnahtgeschweißten Edelstahlrohren die bedarfsgerechte und effiziente Steuerung des Energieeinsatzes weiter aus. Die Druckluftlösung ist nach den Standards von Industrie 4.0 vernetzt und ermöglicht so eine auslastungseffiziente Steuerung.

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Als Unternehmen mit Sitz am Rande des Nationalparks Eifel setzt sich das Schoeller Werk aktiv für eine umweltgerechte und nachhaltige Prozessgestaltung ein.
Als Unternehmen mit Sitz am Rande des Nationalparks Eifel setzt sich das Schoeller Werk aktiv für eine umweltgerechte und nachhaltige Prozessgestaltung ein.
(Bild: Schoeller Werk)

Hellenthal – Die neue Licht- und Drucklufttechnik ist Bestandteil einer Serie von Investitionen, mit der das Schoeller Werk systematisch modernisiert wurde. Im Ergebnis sinken der Gesamtverbrauch und die Energiekosten. Die Produktqualität hingegen wird gesteigert.

Das neue Druckluftsystem ersetzt ab sofort die bisher genutzten Kolbenkompressoren und sichert einen kontinuierlich prozesssicheren Betrieb des Maschinenparks mit ölfreier Druckluft. Das erhöht die Oberflächenreinheit der längsnahtgeschweißten Edelstahlrohre. Zudem setzt das Schoeller Werk die ölfreie Druckluft für die Kühlung von Laseroptiken ein.

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Alle Komponenten des neuen Druckluftsystems sind miteinander vernetzt und werden zentral gesteuert. Die Vorteile der Industrie-4.0.-Lösung liegen in der bedarfsgerechten Anpassung der Druckluftleistung und in der gesteigerten Qualität. Das System wird außerdem zur Wärmerückgewinnung eingesetzt. 35 % der dadurch gewonnenen Energie verwendet das Schoeller Werk beispielsweise für das Heizen von Büros.

60 % weniger Energieaufwand für Beleuchtung

In den zwei größten Produktionshallen installierte das Schoeller Werk ein neues LED-Lichtsystem für die Helligkeits-, Bewegungs- und tageslichtabhängige Regelung. Die Steuerung erfolgt zentral und bedarfsgerecht. Dadurch spart das Schoeller Werk rund 60 % der ursprünglich in diesen Produktionsbereichen für Beleuchtung verwendeten Energie ein.

Bereits Anfang 2016 hat das Schoeller Werk 3,7 Millionen Euro in zwei vollautomatische Richt- und Prüfanlagen investiert. Die beiden Anlagen führen direkt nach dem Richten eine Ergebnisprüfung der Gradheit durch. Auf diese Weise werden unnötige Nacharbeiten vermieden. Damit optimiert der Rohrspezialist die Qualität der Produkte und steigert seine Effizienz. Zuvor eröffnete das Schoeller Werk ein neues Technologie- und Prüfzentrum. Im sogenannten Technikum führt das Unternehmen metallurgische und chemische Materialprüfungen zur Entwicklung kundenindividueller Rohrlösungen durch. Die Investition betrug 1,8 Millionen Euro.

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