Anbieter zum Thema
Mehr noch: die Frankenthaler tauschen ihr Trendbuch mit anderen Unternehmen aus, mit denen man nicht im Wettbewerb steht. Immer steht auch diese Frage im Mittelpunkt: Welche Prozesse werden sich beim Kunden ändern? Brodersen: „Ein konkretes Beispiel ist die Entwicklung der Microchem-Pumpe: Ausgangspunkt war, dass wir aus unserer Umfeldbetrachtung heraus vor sechs Jahren die zunehmende Bedeutung der Mikroverfahrenstechnik identifiziert haben. Und daraufhin haben wir analysiert, welche Eigenschaften eine für diese Technologie geeignete Pumpe haben sollte. Man sieht an diesem langen Vorlauf: Die Zukunft muss man frühzeitig erkennen, um agieren zu können.“
Damit aus Ideen die vom Markt gewünschten Produkte entstehen, hat KSB seine Forschung und Entwicklung neu organisiert. Zielsetzung war es, Ideenpotenziale zu bündeln und durch klar strukturierte und kontrollierte Prozesse für eine hohe Effizienz zu sorgen. 2007 investierte das Unternehmen 31 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung, das entspricht 1,8 Prozent des Umsatzes.
Permanenter Entwicklungsbedarf bei Prozesspumpen
Und wohin geht der Weg bei Prozesspumpen? Prof. Hellmann: „Chemische Prozesse leben vom Transport von Fluiden, sei es eine Flüssigkeit oder ein Gas. Und um Fluide zu bewegen, müssen wir Energie hineinbringen – eine verfahrenstechnische Anlage ohne Pumpe oder Regelarmatur ist schwer vorstellbar. Wir schauen uns immer frühzeitig an, mit welchen Prozessen und Verfahrenstechniken unsere Kunden demnächst produzieren werden und stellen uns mit unseren Produkten und Systemlösungen darauf ein. Wir nehmen uns auch die Zeit, uns in neue Geschäftsmodelle von Kunden konsequent hineinzudenken.“
(ID:283771)