Explosionsschutz beim Azo-Technologietag Wie man Anlagen vor Explosionen schützt

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Wie schützt man Anlagen vor Explosionen? Dieser Frage widmete sich der Technologietag bei AZO in Osterburken. Im Mittelpunkt standen die praktische Umsetzung der Maschinenrichtlinie 98/37/EG und die sichere Automatisierung von Anlagen zur Förderung von Schüttgütern und Flüssigkeiten unter Atex-Anforderungen.

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Wie vermeidet man den großen Knall? Kaum eine Frage brennt Betreibern von Schüttgutanlagen mehr unter den Nägeln als diese, denn überall wo Pulver und Lösemittel verarbeitet werden, ist die Explosionsgefahr allgegenwärtig. Die Brisanz des Themas lockte denn auch mehr als 240 Teilnehmer am jüngsten Technologietag zu Azo nach Osterburken, der das Thema „Explosionsschutz-Maschinensicherheit“ in den Mittelpunkt stellte. „Die im Jahre 2006 eingeführten Technologietage entwickeln sich langsam aber sicher zu einem Qualitätsbegriff in der Deutschen Schüttgut verarbeitenden Industrie“, freute sich Marketingleiter Walter Sonntag, der bereits für den 24. März des nächsten Jahres eine Neuauflage des Anwenderseminars plant.

Stäube und Lösemittel

Die harten Fakten sind schnell aufgezählt: Ob Arzneimittel, Brot oder Kunststoffverpackung – Basis sind Rohstoffmischungen, bei deren Herstellung pulverförmige Komponenten umgefüllt, gemischt, gefördert, gemahlen, gewogen und verpackt werden. Und überall wo mit Pulvern hantiert wird, können Staubwolken entstehen, die ab einer bestimmten Staubverteilung explosionsfähig sind. Hinzukommt: Bei Mischprozessen von Pulvern müssen häufig auch Flüssigkeiten gelagert, zudosiert und vermischt werden. Sind diese Flüssigkeiten brennbar oder haben sie einen niedrigen Flammpunkt, entstehen Gase oder Dämpfe, die ebenfalls explosionsfähig sind.

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