Spezial-Kreiselpumpen

Wie Expertenwissen Sie vor Pumpenschäden schützt

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Die Vorteile dieser robusten Horizontalpumpen sind vielfältig. Ihre Eignung für Feststoffe ist legendär: „Eine Pumpe vom Typ MOR wurde im letzten Jahr ausgebaut. Sie lief seit 1948 und war immer noch voll funktionstüchtig!“ Das erzählt Möllmann so nebenbei und zitiert gleich darauf seinen Chef Frank Bungartz, der das Unternehmen in der dritten Generation leitet: „Unsere Spezialkreiselpumpen waren schon immer trockenlauffähig und wurden für Aufgaben eingesetzt, bei denen herkömmliche Pumpen versagten. Daran hat sich bis heute auch bei den trockenlaufenden Magnetkupplungspumpen nichts geändert.“

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Auch bei Dauerbetrieb sind Leckagen nicht zu befürchten und Sperrflüssigkeiten nicht erforderlich. Durch den Siliciumcarbid-Werkstoff verringert sich der Verschleiß an den beanspruchten Teilen und Stellen erheblich. Eine deutliche Verlängerung der Lebensdauer des Laufrads und der verschleißintensiven Bereiche – zusammen mit einer hohen Betriebszuverlässigkeit und großzügigen Wartungsintervallen – summiere sich mit allen anderen Besonderheiten zu massiven Kostenvorteilen, schließt Möllmann.

Praxisbeispiel Düngemittel-Produktion

Ein Beispiel aus der Düngemittelindustrie verdeutlicht, wie durch die Umrüstung auf eine Spezialpumpe von Bungartz kurzfristig und langjährig erhebliche Einsparungen möglich sind.

Gefördert wird in diesem Fall ein Gemisch aus Säure, Feststoff und Düngemittel. Das Fördermedium setzt sich wie folgt zusammen: 9 Prozent Salpetersäure, 13,5 Prozent Phosphorsäure, 40 Prozent Ca(NO3)2 (Calciumnitrat), ein Prozent H2SiF6 (Hexafluoridokieselsäure) und bis zu 15 Prozent Sand. Die Fördertemperatur liegt bei 80 °C.

Die Auslegungsdaten betragen: 200 m3/h, 42 m, 7 m Zulaufhöhe; zum Einsatz kommt eine normalsaugende Kreiselpumpe. Ein grundsätzlicher Pumpenaustausch wurde notwendig, weil die bisher eingesetzte Pumpe bis zu zehnmal nach Laufzeiten von nur vier Wochen repariert werden musste.

Der Betreiber setzte die Empfehlungen der Spezialisten von Bungartz um: Jetzt verrichtet eine Pumpe vom Typ M-MOG mit doppelter Gleitringdichtung, integrierter Wasserdurchflusskühlung und Drehzahlregelung den anspruchsvollen „Job“. Ergebnis: Die Pumpe läuft seit sechs Monaten ohne Probleme. Durch die Schleißscheiben sowie einem Laufrad jeweils aus Siliciumcarbid bleibt die Strömung im Gehäuse wirbelfrei. Das Gehäuse zeigt aufgrund der guten Strömungsbedingungen nur noch einen geringen Verschleiß und kann jetzt Standzeiten von rund zwei Jahren erreichen. Zur leichteren Demontage wurde die Schleißscheiben-Aufnahme geändert.

* Die Autorin arbeitet als Fachjournalistin für die Paul Bungartz GmbH & Co. KG, Düsseldorf.

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