Spezial-Kreiselpumpen

Wie Expertenwissen Sie vor Pumpenschäden schützt

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Kavitationsfrei dank Selbstregelung

Die selbstregelnden Kreiselpumpen der Serie V-AN von Bungartz stört das wenig. Ihre Konstruktion basiert auf einer einzigartigen Regelcharakteristik. So passen sie sich selbsttätig regelnd an veränderliche Zulaufmengen an. Das Prinzip vereinfacht dargestellt: Fließt ein Medium in einen Behälter, steigt der Flüssigkeitsstand so lange, bis Zu- und Abfluss im Behälter im Gleichgewicht sind – ohne jede mechanische oder elektrische Regeleinrichtung. Gas- und Dampfanteile werden durch eine Gasausgleichleitung teilweise abgeschieden.

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Alle Pumpen der Serie V-AN sind trockenlauf- und betriebssicher, selbstentlüftend und haben einen niedrigen NPSH-Wert (<0,1m). Neben der hohen Betriebssicherheit und langen Standzeiten ist bei Neuinstallationen die Einsparung von Anlagenkosten durch die Verringerung der Bauhöhe ein wichtiges Auswahlkriterium.

Betreiber von Anlagen schätzen die Pumpen für den Einsatz bei schwankenden Zulaufmengen, Medien am Siedepunkt oder gashaltigen Medien. Für absolute Restentleerung von Behältern, z.B. bei Tankwagen oder zur Förderung und Sammlung von Kondensaten an Vakuumfiltern, Zentrifugen, Destillationskolonnen, Eindampfanlagen oder an Slopbehältern sind sie weltweit gefragt.

Wenn alles auf einmal kommt

Ebenso wie die gefürchtete Kavitation verursachen Abtrags- und Erosionskorrosion schwere Schäden. Bei besonders problematischen Stoffen wie Schwefelsäure mit Nickelfeststoffen treten gleich alle Schreckenszenarien geballt auf: Abrasion und Korrosion und bei zu groß ausgelegter Pumpe zusätzlich noch Kavitation. Auch die Förderung von feststoffhaltigen, korrosiven Flüssigkeiten, insbesondere von Suspensionen – speziell eines Säure-, Düngemittel-, Sandgemisches – stellt eine besondere Herausforderung dar.

Die hier eingesetzten Slurrypumpen vom Pumpentyp M-MOR, M-UMOR sind bereits von der Konstruktion her sehr robust. Durch den innovativen Einsatz eines verschleißfesten Werkstoffs auf Siliciumcarbid-Basis, der im Bereich des Laufrads und des Gehäuses eingesetzt wird, ergeben sich erhebliche Vorteile. Zusätzlich kann die Siliciumcarbid-Keramik punktuell dort verarbeitet werden, wo direkter Verschleiß auftritt.

Die hydrodynamische Wellenabdichtung

Die horizontalen Kreiselpumpen arbeiten entweder mit einer trockenlaufenden Magnetkupplung oder mit der von Bungartz entwickelten berührungslosen hydrodynamischen Wellenabdichtung. Mit Rückenschaufeln am offenen Laufrad (Sternrad) wird der Wellenspalt im Betrieb hydrodynamisch abgedichtet. Ein im Lagerstuhl integrierter Fliehkraftregler verschiebt den Läufer beim Anfahren axial in Richtung Saugstutzen.

Der Spalt zwischen der konischen Wellenhülse und der Stopfbuchspackung verhindert dort die sonst üblichen Verschleißerscheinungen. Beim Ausschalten der Pumpe wird der Läufer durch Federkraft zurück in den Packungsraum gezogen. Die Stopfbuchse dichtet als Stillstandsdichtung den Wellenspalt ab. Mittels dieser Laufradrückenschaufeln und eines zusätzlichen Dichtungsrads ist die Pumpendrehzahl unproblematisch regelbar – ohne Beeinträchtigung der hydrodynamischen Dichtwirkung

Wenn Säure auf Feststoff und Düngemittel trifft: Auf der nächsten Seite finden Sie ein Anwendungsbeispiel.

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