Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Milliardendeal: Merck übernimmt Krebsspezialist Springworks

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14.04.2025

Washington (dpa) *19:38 Uhr – US-Präsident Trump plant baldige Zölle auf Medizinprodukte

US-Präsident Donald Trump stellt Zölle auf pharmazeutische Produkte in nicht «allzu ferner Zukunft» in Aussicht.

«Wir stellen unsere eigenen Medikamente nicht mehr her. Die Pharmakonzerne sitzen in Irland und an vielen anderen Orten, in China», sagte Trump im Weißen Haus bei einem Treffen mit El Salvadors Präsidenten Nayib Bukele. Alles, was er tun müsse, um die Produktion in die USA zu verlagern, sei es, Importzölle zu verhängen.

«Je höher der Zoll, desto schneller kommen sie», so Trump mit Blick auf die Pharmakonzerne. Die geplanten Zölle verglich er mit den Strafmaßnahmen in Höhe von 25 Prozent auf die Einfuhr von Autos, Stahl und Aluminium. Es war unklar, ob er sich hier auf die Höhe der Strafmaßnahmen bezog. Er habe einen Zeitplan, so der Republikaner.

«Wir machen das, weil wir unsere eigenen Medikamente herstellen wollen.»

Pharmaprodukte sind bislang von den weitreichenden neuen US-Zöllen ausgenommen. Aber Trump hatte bereits zuvor klargemacht, dass er auch Medikamentenhersteller mit Zöllen zum Aufbau von Produktionsstätten in den USA bringen will. US-Handelsminister Howard Lutnick machte bereits am Wochenende klar, dass von Sonderzöllen befreite Produkte wie Smartphones, Laptops und andere wichtige Elektronikwaren bald mit Zusatzzöllen belegt werden dürften. Dabei sprach er auch von pharmazeutischen Produkten.

Wien (dpa) *15:42 Uhr – Opec: Gebremste Öl-Nachfrage durch US-Zölle

Die globale Nachfrage nach Öl wird aus Sicht der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) dieses und nächstes Jahr etwas schwächer wachsen als erwartet. Das sei eine Auswirkung der neuen US-Zölle, hieß es im monatlichen Marktbericht der Opec in Wien. Laut der aktuellen Prognose wird der Tagesbedarf an Rohöl 2025 um 1,3 Millionen Barrel (je 159 Liter) auf 105,05 Millionen Barrel zulegen. Zuvor hatte die Opec mit einem Anstieg von 1,4 Millionen Barrel gerechnet. Auch für 2026 wurde die Wachstumsprognose von 1,4 Millionen auf 1,3 Millionen Barrel gesenkt.

Die Weltwirtschaft sei im Zuge des Zollkonflikts von erhöhter Unsicherheit betroffen, hieß es. Die Opec-Analysten erwarten deshalb, dass die Weltwirtschaft dieses Jahr um drei Prozent und nächstes Jahr um 3,1 wächst – jeweils leicht schwächer als zuletzt prognostiziert.

Die von Saudi-Arabien dominierte Opec und weitere Ölstaaten unter der Führung Russlands lassen seit Anfang April frühere Förderbeschränkungen auslaufen und wollen den Ölhahn schrittweise wieder aufdrehen. Ob diese Strategie trotz des Handelskonflikts beibehalten wird, bespricht die als Opec+ bekannte Gruppierung Ende Mai.

Ludwigshafen (dpa/lrs) *03:51 Uhr – BASF: Wasserstände am Rhein aktuell kein Problem

Die fallenden Wasserstände am Rhein bereiten dem Chemiekonzern BASF nach eigenen Angaben aktuell keine Probleme etwa beim Transport. «Schwankende Rheinpegel und auch kürzere Phasen von Niedrigwasser auf dem Rhein sind nicht ungewöhnlich», teilte eine Sprecherin mit. «Die Schiffslogistik der BASF zur Versorgung des Standorts Ludwigshafen ist darauf eingestellt und kann solche Phasen gut überbrücken.»

Das Unternehmen habe Pegelentwicklung des Rheins mittels eines digitalen Frühwarnsystems kontinuierlich im Blick. «Daraus leiten wir proaktiv nötige Maßnahmen ab», betonte sie. Die Situation mit den aktuellen Rheinpegeln sei für die BASF-Logistik beherrschbar. «Die Versorgung der Produktion mit Rohstoffen und Belieferung unserer Kunden ist gesichert.»

Nach dem extremen Niedrigwasser 2018 habe BASF eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt. Es gehe darum, den Standort Ludwigshafen widerstandsfähiger gegen Niedrigwasserereignisse zu machen und die Versorgungssicherheit für Kunden zu erhöhen.

Zum Beispiel habe man die Zahl der für BASF exklusiv im Charter fahrenden Niedrigwasser-geeigneten Schiffe gegenüber 2018 mehr als verdoppelt. Zudem setze das Unternehmen verstärkt auf alternative Verkehrsträger. «Insbesondere auf die Bahn», erklärte die Sprecherin. So habe BASF wichtige Ladestellen entsprechend ausgebaut, um flexibel zu sein.

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