Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Milliardendeal: Merck übernimmt Krebsspezialist Springworks

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02.04.2025

Frankfurt/Main (dpa) *23:12 Uhr – Chemieindustrie: «Kühler Kopf» nach US-Zollpaket

Die deutsche Chemieindustrie verlangt von der EU einen «kühlen Kopf» bei der Reaktion auf die weitreichenden neuen Zölle der USA. «Die USA sind und bleiben ein zentraler Handelspartner für Deutschland», sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VCI, Wolfgang Große Entrup, einer Mitteilung zufolge. «Eine Eskalationsspirale würde den Schaden nur vergrößern. Unser Land darf nicht zum Spielball eines ausufernden Handelskrieges werden.» Die EU müsse in ihrer Reaktion «flexibel und im engen Dialog mit Washington bleiben.»

US-Präsident Donald Trump führt neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf die meisten Importe in die Vereinigten Staaten ein. Für viele Länder sollen je nach Handelsdefizit höhere Strafabgaben greifen, wie der Republikaner im Rosengarten des Weißen Hauses ankündigte. Auf Einfuhren aus der Europäischen Union in die Vereinigten Staaten sollen nach Angaben von Trump neue Zölle in Höhe von 20 Prozent greifen.

Ingelheim (dpa) *11:58 Uhr – Boehringer Ingelheim kündigt neue Produkte an

Ein weiter wachsendes Geschäft mit seit Jahren etablierten Produkten hat dem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim im Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzplus beschert. Die Erlöse legten konzernweit und währungsbereinigt um 6,1 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen mitteilte.

Gleichzeitig steckten die Ingelheimer 6,2 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, davon 5,7 Milliarden allein in der Humanpharma, und kündigten für die kommenden Jahre eine ganze Reihe neuer Produkte am Markt an, davon möglicherweise zwei bereits 2025. Hier hofft Boehringer auf das Präparat Zongertinib zur Behandlung von Lungenkrebs sowie Nerandomilast gegen Lungenfibrose.

Bei den Umsätzen entfielen 21,9 Milliarden Euro auf den Bereich Humanpharma, sieben Prozent mehr als im Jahr davor. Der größte Erlösbringer war einmal mehr das Präparat Jardiance, das allein einen Umsatz von 8,4 Milliarden brachte, über 14 Prozent mehr als im Jahr davor, vor allem mit der Behandlung von Diabetes, Herzinsuffizienz oder chronischen Nierenerkrankungen.

In der Tiermedizin legte der Umsatz etwas weniger stark zu, um 1,9 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Wichtigstes Produkt ist Nexgard, ein Mittel gegen Parasiten bei Haustieren, mit Erlösen von 1,35 Milliarden Euro, ein Plus von 14 Prozent.

Im laufenden Jahr peilen die Ingelheimer konzernweit einen leichten Umsatzanstieg an. Vor dem Hintergrund möglicher weiterer Zoll-Entscheidungen in den USA verwies Konzernchef Hubertus von Baumbach auf die Unternehmensstrategie, seine Lieferketten zu regionalisieren. Investiert wurde etwa in eine lokale Lieferkette für Jardiance in den USA gemeinsam mit Partnern.

Wiesbaden (dpa) *09:26 Uhr – Weniger Jobs in der Industrie

Die Konjunkturflaute schrumpft die Zahl der Jobs in der deutschen Industrie. Fast alle großen Branchen im verarbeitenden Gewerbe verzeichneten im vergangenen Jahr sinkende Beschäftigtenzahlen, wie das Statistische Bundesamt erhoben hat. Zum Jahresende 2024 waren in Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten demnach insgesamt etwa 5,5 Millionen Menschen tätig. Das waren nach Angaben der Wiesbadener Statistiker 68.000 oder 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Rückgänge gab es demnach in fast allen großen Branchen des verarbeitenden Gewerbes: Überdurchschnittlich groß war das Minus bei Herstellern elektrischer Ausrüstungen (minus 3,6 Prozent) und Metallerzeugnissen (minus 2,9 Prozent). In der Kunststoffindustrie und in der Automobilindustrie sank die Beschäftigtenzahl um jeweils 2,4 Prozent. Der Maschinenbau als Branche mit der höchsten Beschäftigtenzahl in Deutschland zählte zum Ende vergangenen Jahres 948.000 Beschäftigte und damit 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Es gab aber auch Lichtblicke: Im Bereich Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen lag die Zahl der Beschäftigten zum Jahresende um 2,7 Prozent über Vorjahresniveau. Ein Plus verzeichnete auch die Nahrungsmittelindustrie mit 1,8 Prozent.

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