Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Milliardendeal: Merck übernimmt Krebsspezialist Springworks

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17.04.2025

Leipzig (dpa) *15:19 Uhr – Leipziger Fernwärme soll künftig aus Leuna kommen

Ein großer Teil der Wohnungen in Leipzig soll in Zukunft mit Abwärme aus dem Chemiepark Leuna in Sachsen-Anhalt geheizt werden. Dazu wird ab August eine 19 Kilometer lange Fernwärmetrasse von Leuna nach Kulkwitz bei Leipzig gebaut, wie die Stadtwerke mitteilten. Ab voraussichtlich 2028 soll die Fernwärme dann fließen.

Der Bau der Trasse soll rund 165 Millionen Euro kosten. Vom Bund kommen dafür Fördermittel über rund 70 Millionen Euro aus einem Programm für effiziente Wärmenetze. Weitere Kosten von etwa 75 Millionen Euro entstehen in Leuna für die Auskoppelung und Einspeisung der Wärme.

Bislang stammt die Leipziger Fernwärme überwiegend aus dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf. Dieses soll 2035 im Zuge des Kohleausstiegs stillgelegt werden. Der Leipziger Stadtrat hatte dafür votiert, den Bezug der Fernwärme aus Lippendorf schon deutlich früher zu beenden. Eigentlich sollte schon 2023 damit Schluss sein. Wegen des Ukrainekriegs und der folgenden Gaskrise wurden die Verträge jedoch verlängert.

Die Abwärme aus den Produktionsprozessen in der Leunaer Raffinerie werde bislang nicht genutzt, hieß es. Die Menge reiche aus, um rund 100.000 Haushalte in Leipzig mit Wärme zu versorgen.

Weil die Fernwärmetrasse durch Sachsen-Anhalt und Sachsen verläuft, waren zwei Landesbehörden mit den Planungen befasst. Am Donnerstag gaben die Landesdirektion Sachsen und das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt gemeinsam den Startschuss für das Vorhaben.

Hamburg (dpa) *10:49 Uhr – Hamburger Biotechunternehmen Evotec richtet sich neu aus

Das Hamburger Biotechunternehmen Evotec richtet sich neu aus. Der Pharmawirkstoffforscher und -entwickler plant, das Geschäftsmodell zu vereinfachen, wie aus der Mitteilung zum Geschäftsbericht 2024 hervorgeht. Das im MDax notierte Unternehmen konzentriert sich demnach künftig auf wachstumsstarke und wissenschaftlich anspruchsvolle Dienstleistungen und Therapiegebiete. Ziel sei, Technologien der nächsten Generation zu entwickeln.

Im Gegenzug will Evotec Projekte aufgegeben und aus Beteiligungen aussteigen. Weiter ist geplant, dass bis 2028 zusätzlich zum laufenden Kostensparprogramm mehr als 50 Millionen Euro nicht ausgegeben werden.

Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz von Evotec um zwei Prozent auf 797 Millionen Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank von 66,4 auf 22,6 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein höherer Verlust von 196 Millionen Euro, den Evotec mit Wertverlusten von Beteiligungen und einer Rückstellung erklärte. 2023 lag der Verlust noch bei 83,9 Millionen Euro.

2025 soll der Umsatz der Prognose nach zulegen, und zwar um rund fünf bis zehn Prozent auf bis zu 880 Millionen Euro. Das bereinigte Ebitda soll auf 30 bis 50 Millionen Euro steigen.

Geroldsgrün (dpa/lby) *06:08 Uhr – Feuer bei Firma für Verpackungsfolie – 150.000 Euro Schaden

Bei einem Brand auf dem Gelände einer Firma für Verpackungsfolie in Geroldsgrün (Landkreis Hof) ist ein geschätzter Schaden von rund 150.000 Euro entstanden. Verletzte durch das Feuer in der Nacht gab es keine, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Feuerwehr war demnach bis zum Morgen wegen Nachlöscharbeiten im Einsatz. Die Ermittlungen zur zunächst unbekannten Ursache dauerten an.

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