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Vom Schmuddelkind zum Musterschüler – Mitteldeutsches Chemiedreieck rüstet sich für die Zukunft

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Um die positive Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit des Chemiestandorts Bitterfeld-Wolfen zu sichern, will sich die Betreibergesellschaft weiterhin auf Schlüsselthemen wie Digitalisierung, Verbundchemie und Nachhaltigkeit fokussieren. Seit der Wende wurden Investitionen von ungefähr 4,5 Milliarden Euro getätigt.

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Same but different

Der Standort Leuna steht dem in nichts nach. Er hat sich in den letzten Jahren zum Synonym für sicheres und umweltbewusstes Arbeiten entwickelt. Bester Beweis dafür: Vor zwei Jahren zeichnete die Deutsche Energie-Agentur (Dena) das Unternehmen mit dem „Energy Efficiency Award 2015“ aus. Im Wettbewerb mit mehr als 60 nationalen und internationalen Effizienzprojekten erklomm der Chemieparkbetreiber mit seiner unternehmensübergreifenden energetischen Optimierung seines Mitteldruck-Dampfversorgungssystems mit Platz drei das Siegertreppchen.

Event-Tipp der Redaktion Das von PROCESS organisierte Energy Excellence Forum am 08. März 2018 in Frankfurt am Main zeigt eine Vielzahl von technischen Konzepten und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz. Welche Themen beim letzten Energy Excellence Forum diskutiert wurden, lesen Sie in unserem Beitrag „Energy Excellence Forum 2017 – Energieeffizienz ist mehr als Energie sparen“.

Das zügig und konsequent am Chemiestandort Leuna umgesetzte Energiekonzept wurde in Berlin als besonders nachahmenswertes Projekt aus der Industrie geehrt. Seit der Modernisierung profitieren die Kunden von einer auch nach internationalen Maßstäben wettbewerbsfähigen Energieversorgung. Mit dieser Maßnahme gilt das Energiekonzept „Pro Energie 2014+“ des Chemieparkbetreibers als vollendet.

Seit 1990 investierten sowohl internationale Konzerne als auch mittelständische Unternehmen rund sechs Milliarden Euro in den Standort, der 2016 sein 100-jähriges Jubiläum feierte. Allein im Jahr 2017 hat Infra Leuna rund 35 Millionen Euro investiert, um die Infrastruktur zu modernisieren und zu erweitern. Aktuell werden damit über 250 Millionen Euro investiert und gleichzeitig auch Arbeitsplätze für die Region gesichert und neu geschaffen. Effizienzsteigerung und Modernisierung, insbesondere aber auch die Erweiterung der Kapazitäten für Strom, Dampf, Wasser und Bahntransporte bilden den Schwerpunkt.

Klein, aber oho

Der „Kleinste“, der Chemie- und Industriepark Zeitz hat sich die Ansiedlung grüner Chemie und von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen auf die Fahnen geschrieben. Bei den ansässigen Unternehmen am Standort handelt es sich überwiegend um mittelständische, eigentümergeführte Firmen. Mehr als 70 % der Rohstoffe stammen aus Recyclingmaterial oder Biomasse, 40 % der Elektrizität aus erneuerbaren Energien, ein weiteres Klärgas-BHKW (Blockheizkraftwerk) ist in Planung.

Bis 2019 beabsichtigt der Chemieparkbetreiber, die Infra-Zeitz Servicegesellschaft, noch einmal etwa 18 Millionen Euro für die Erweiterung der Entsorgungs- und Aufbereitungsanlagen sowie die weitere Baufeldfreimachung im Chemie- und Industriepark aufzuwenden.

* Die Autorin ist freie Mitarbeiterin bei PROCESS

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