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Um die positive Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit des Chemiestandorts Bitterfeld-Wolfen zu sichern, will sich die Betreibergesellschaft weiterhin auf Schlüsselthemen wie Digitalisierung, Verbundchemie und Nachhaltigkeit fokussieren. Seit der Wende wurden Investitionen von ungefähr 4,5 Milliarden Euro getätigt.
Same but different
Der Standort Leuna steht dem in nichts nach. Er hat sich in den letzten Jahren zum Synonym für sicheres und umweltbewusstes Arbeiten entwickelt. Bester Beweis dafür: Vor zwei Jahren zeichnete die Deutsche Energie-Agentur (Dena) das Unternehmen mit dem „Energy Efficiency Award 2015“ aus. Im Wettbewerb mit mehr als 60 nationalen und internationalen Effizienzprojekten erklomm der Chemieparkbetreiber mit seiner unternehmensübergreifenden energetischen Optimierung seines Mitteldruck-Dampfversorgungssystems mit Platz drei das Siegertreppchen.
Das zügig und konsequent am Chemiestandort Leuna umgesetzte Energiekonzept wurde in Berlin als besonders nachahmenswertes Projekt aus der Industrie geehrt. Seit der Modernisierung profitieren die Kunden von einer auch nach internationalen Maßstäben wettbewerbsfähigen Energieversorgung. Mit dieser Maßnahme gilt das Energiekonzept „Pro Energie 2014+“ des Chemieparkbetreibers als vollendet.
Seit 1990 investierten sowohl internationale Konzerne als auch mittelständische Unternehmen rund sechs Milliarden Euro in den Standort, der 2016 sein 100-jähriges Jubiläum feierte. Allein im Jahr 2017 hat Infra Leuna rund 35 Millionen Euro investiert, um die Infrastruktur zu modernisieren und zu erweitern. Aktuell werden damit über 250 Millionen Euro investiert und gleichzeitig auch Arbeitsplätze für die Region gesichert und neu geschaffen. Effizienzsteigerung und Modernisierung, insbesondere aber auch die Erweiterung der Kapazitäten für Strom, Dampf, Wasser und Bahntransporte bilden den Schwerpunkt.
Klein, aber oho
Der „Kleinste“, der Chemie- und Industriepark Zeitz hat sich die Ansiedlung grüner Chemie und von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen auf die Fahnen geschrieben. Bei den ansässigen Unternehmen am Standort handelt es sich überwiegend um mittelständische, eigentümergeführte Firmen. Mehr als 70 % der Rohstoffe stammen aus Recyclingmaterial oder Biomasse, 40 % der Elektrizität aus erneuerbaren Energien, ein weiteres Klärgas-BHKW (Blockheizkraftwerk) ist in Planung.
Bis 2019 beabsichtigt der Chemieparkbetreiber, die Infra-Zeitz Servicegesellschaft, noch einmal etwa 18 Millionen Euro für die Erweiterung der Entsorgungs- und Aufbereitungsanlagen sowie die weitere Baufeldfreimachung im Chemie- und Industriepark aufzuwenden.
* Die Autorin ist freie Mitarbeiterin bei PROCESS
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