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Verbundprojekt Evachem Verbundprojekt liefert Werkzeugkasten für die effiziente Evaluierung der Chemikalienproduktion

| Redakteur: Alexander Stark

Im Verbundprojekt Evachem arbeiten das Nova-Institut, die Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. und die Leuphana Universität Lüneburg zusammen, um ein praktikables Multikriterien-Systems zur Evaluierung der Chemikalienproduktion kurz „Evachem“, zu entwickeln.

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Im Rahmen des Verbundprojekts soll ein praktikables Multikriterien-System zur Evaluierung der Chemikalienproduktion entwickelt werden.
Im Rahmen des Verbundprojekts soll ein praktikables Multikriterien-System zur Evaluierung der Chemikalienproduktion entwickelt werden.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Hürth – Was sind die vorteilhaftesten stoff- und prozessbezogenen Kombinationen aus Rohstoff, Syntheseweg und Zielmolekül? Wann sind Biomasse erster und zweiter Generation oder CO2 am vorteilhaftesten? Und, für welche Synthesewege und Zielmoleküle bleiben fossile Rohstoffe von Vorteil?

Der Aufwand zur Beantwortung dieser Fragen ist in der Regel hoch, da entsprechende einfache Analysewerkzeuge fehlen. Dies erschwert Entwicklungs- und Investitionsentscheidungen, hemmt Innovationen in den Unternehmen und erschwert die Fokussierung der Forschung.

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Im Rahmen des Verbundprojekts soll deshalb ein praktikables Multikriterien-System zur Evaluierung der Chemikalienproduktion entwickelt werden. Mit diesem Werkzeug soll es möglich sein die vorteilhaftesten Kombinationen aus Rohstoff (fossile Ressourcen, CO2, erster und zweiter Generation Biomasse), Syntheseweg und Zielmolekül effizient zu identifizieren.

Ziel ist es ein Werkzeug zu entwickeln, welches gegenüber bereits existierenden, komplexen Methoden – die meist nur durch Experten und mit einem hohen Aufwand durchgeführt werden können – leicht in der Praxis anwendbar ist. Gleichzeitig soll es aber, im Vergleich zu bekannten, vereinfachten Methoden eine deutlich höhere Aussagekraft besitzen.

Dies ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) ihre Chemikalienproduktion eigenständig und mit geringem finanziellem Aufwand zu evaluieren. Gleichzeitig besitzen diese Ergebnisse eine hohe Aussagekraft, auf deren Grundlage Unternehmen strategisch Entscheidungen treffen können. Zusätzlich erlaubt der transparente Charakter des Werkzeugs, dass die Analysen jederzeit nachvollziehbar und überprüfbar bleiben und die Bewertungsergebnisse vergleichbar sind.

Die Projektlaufzeit beträgt zunächst 18 Monate (Oktober 2019 – März 2021) und beinhaltet zwei Stakeholder-Workshops.

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