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Ob die steigende Anzahl an Biopharmazeutika zu einem stärkeren Marktwachstum führt, hängt jedoch am Portfolio des einzelnen Unternehmens. Für Osterwald tragen derzeit in erster Linie Kostensenkungen bei Big Pharma und die Konsolidierung bei den Auftragsfertigern zum Wachstum bei.
„Dies führt zu größeren Volumina und weiteren Outsourcing-Bestrebungen durch Kunden“, so sein Eindruck. Der Anstieg bei Biopharmazeutika mit eher geringeren Volumina und spezialisierten Produkten ist für ihn noch kein Wachstumsmarkt. So vermutet Schrake, dass die steigende Anzahl an Biopharmazeutika das Geschäft der Auftragsherstellung nur mittelbar beeinflussen wird. „Ich erwarte, dass Biopharmazeutika anfänglich wenig in der Auftragsfertigung zu finden sein werden; dass Auftragshersteller dafür jedoch zunehmend die etablierten Produkte ihrer Kunden übernehmen, um ihnen die Freiräume zu verschaffen, sich mehr auf Biopharmazeutika zu konzentrieren.“
Entsprechend wird das Marktvolumen für Auftragshersteller im ersten Schritt wachsen – allerdings nicht durch die Produktion biopharmazeutischer Arzneimittel, sondern durch die vermehrte Übernahme etablierter Produkte. Daher sieht Schrake eher eine langfristige Perspektive für die Produktion von Biopharmazeutika oder produktionsbegleitende Dienstleistungen für biopharmazeutische Arzneimittel.
Der Partner soll mitdenken
Bei der Auftragsvergabe kommt nur der zum Zug, der bei der Qualität, Lieferpünktlichkeit und Verlässlichkeit überzeugt „Aber meist ist am Ende der Preis für die endgültige Entscheidung ausschlaggebend“, gibt sich Osterwald pragmatisch. Dennoch: Die Kunden-Lieferanten-Beziehung hat sich verändert. Sie wird zunehmend strategischer und partnerschaftlicher.
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