Kooperation für grünen Wasserstoff Sonne im Tankschiff: Deutsch-australisches Wasserstoffprojekt geht an den Start

Redakteur: MA Alexander Stark

Drei Monate nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen Deutschland und Australien startete nun das Kooperationsprojekt „Hysupply“. Erstmalig will ein Team führender deutscher und australischer Fachleute aus Wissenschaft und Industrie in den nächsten beiden Jahren untersuchen, ob und wie eine Wertschöpfungskette von erneuerbarem Wasserstoff zwischen zwei Industriestaaten realisierbar ist.

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Wasserstoff ist Schlüsselelement einer globalen Energiewende, denn mit ihm kann Strom aus erneuerbaren Energien gespeichert und über lange Distanzen transportiert werden.
Wasserstoff ist Schlüsselelement einer globalen Energiewende, denn mit ihm kann Strom aus erneuerbaren Energien gespeichert und über lange Distanzen transportiert werden.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

München – In Zusammenarbeit mit einem australischen Konsortium unter Leitung der University of New South Wales in Sydney (UNSW) haben Acatech und der BDI ein deutsch-australisches Wasserstoffprojekt initiiert. Finanziert wird das Projekt auf deutscher Seite durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit über 1,7 Millionen Euro.

Deutschland wird in Zukunft auf den Import von klimaneutralen Energieträgern angewiesen sein, um seine Klimaziele zu erreichen. Erneuerbarer Wasserstoff aus Australien kann dabei eine von vielen wichtigen Bezugsquellen sein. Das Land verfügt über ein immenses Potenzial für die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen sowie über Know-how und Infrastrukturen für den Export von Rohstoffen. Deutschland wiederum ist Marktführer bei der Elektrolyse, der Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Eine zukünftige Partnerschaft mit Australien bedeutet deshalb eine Win-Win-Situation für beide Länder: Auf der einen Seite bietet der Export von Wasserstofftechnologien große industriepolitische Potenziale für Deutschland. Auf der anderen Seite kann Australien mit dem Export von Wasserstoff zusätzliche Wertschöpfung generieren.

Auf deutscher Seite haben Robert Schlögl, Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und Acatech-Mitglied, und Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer, die Projektleitung von „Hysupply“ inne. Im Rahmen des Projekts soll untersucht werden, wie der Import von Wasserstoff aus Australien im großen Stil und über lange Distanzen machbar ist. Dafür sollen an den Schnittstellen des gesamten Systems von Produktion, über Transport, Umwandlung und Nutzung noch dringende Forschungsfragen geklärt werden. Ziel der Partner ist es, dazu beizutragen, künftig klimaneutralen Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen nach Deutschland importieren zu können.

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