Kolbenkompressoren So schöpfen Sie das Einsparpotenzial bei Kolbenkompressoren aus

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Hervé Ferraris, Dipl. Chem. Andreas Zeiff / Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Kolbenkompressoren sind wahre Großverbraucher. Ein großer Teil der eingesetzten Antriebsenergie verrichtet physikalische Arbeit und kann nicht gespart werden. Ein weiterer, nicht unbeträchtlicher Anteil ist dagegen auf „unzulängliche“ Technik zurückzuführen und lässt sich daher deutlich reduzieren. Wie das möglich ist, lesen Sie in diesem Beitrag.

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Kompakt gebaut, der Hydrocom Aktuator.
Kompakt gebaut, der Hydrocom Aktuator.
(Bild: Hoerbiger)

Kolbenkompressoren sind in vielen Bereichen das Herz der Produktion. Steht der Kompressor, steht auch die Produktion. Für die Verdichter werden daher lange Laufzeiten bei höchster Zuverlässigkeit gefordert. Gleichzeitig muss die eingesetzte Antriebsenergie so effizient wie möglich genutzt werden, denn nur so lassen sich die Betriebskosten minimieren.

Hier bietet der Spezialist Hoerbiger mit seinem Service zur Energieoptimierung von Kompressoren einen neuen Ansatz. Statt teurer Neuinvestitionen reichen oft schon vergleichsweise kleine Änderungen bei der Komponentenauswahl aus, um signifikante Einsparungen zu erzielen. Eine eingehende Bestandsanalyse mit einer Liste des möglichen Verbesserungspotentials steht am Anfang eines Umbauprojektes. Nach Umrüstung und Wiederinbetriebnahme folgt eine Abschlussanalyse inklusive der Bewertung der erzielten Einsparungen.

Großes Einsparpotenzial

Die größten Energiemengen beim Kompressorenbetrieb werden in vergleichsweise wenigen Bereichen verschwendet. Zum einen wandeln im Teillastbetrieb herkömmliche Anlagen mit Stufen- oder By-pass Regelung einen nicht unbeträchtlichen Anteil teurer Antriebsenergie in (Ab-)Wärme um. Eine stufenlose Regelung der Ansaugmenge bringt hier erhebliche Einsparungen bei gleichzeitig idealer Anpassung der Fördermenge an die Produktion.

Zum anderen lässt der Wirkungsgrad der meisten Komponenten in älteren Kompressoren zu wünschen übrig. Neue Bauelemente mit optimierter Strömung, geringerer Reibung und längerer Lebensdauer, also auch längerer optimaler Funktion, verbessern dann Energieeffizienz und Zuverlässigkeit des Kompressors gleichermaßen.

Das Einsparpotenzial berechnet sich aus der Reduzierung der Aufnahme-Leistung in Kilowatt (kW) multipliziert mit den Betriebsstunden zur eingesparten Energiemenge in Kilowattstunden (kWh). Dieser Betrag mit dem Energiepreis pro kWh multipliziert (plus eventueller CO2-Abgaben) ergibt den Einspargewinn in Euro. Selbst vordergründig minimale Einsparungen von nur drei Prozent je Bauteil summieren sich so bei mehrzylindrigen Anlagen und über lange Betriebszeiten schnell zu ansehnlichen Euro-Beträgen bei der Energierechnung. Vergleicht man dies mit den Kosten für eine Analyse des Kompressors und der Umrüstung auf neue Komponenten, so werden die Ausgaben dafür meist schon im ersten Jahr von den Einsparungen übertroffen.

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