Energieeffizienz Siemens optimiert Wasserstoffproduktion in Portugal mit digitalem Zwilling

Quelle: Siemens 2 min Lesedauer

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Die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff braucht viel Strom. In einer 100-MW-Anlage von Galp in Portugal soll Siemens-Software helfen, den Energieeinsatz zu senken und den Stromeinkauf besser zu planen. Grundlage ist ein physikbasierter digitaler Zwilling, der aktuelle Anlagen- und Energiemarktdaten einbezieht.

Siemens wird die 100-MW-Wasserstoffanlage in Sines, Portugal, digitalisieren.(Bild:  Siemens)
Siemens wird die 100-MW-Wasserstoffanlage in Sines, Portugal, digitalisieren.
(Bild: Siemens)

Der Technologiekonzern Siemens und das portugiesische Unternehmen Galp Energia arbeiten zusammen, um den GalpH2Park in Sines, Portugal, zu digitalisieren. Die Anlage wird nach ihrer Inbetriebnahme zum Jahresende eine der größten Anlagen für erneuerbaren Wasserstoff in Europa sein. Für die 100-MW-Anlage der ersten Projektphase setzt der Automatisierungsspezialist sein Software-Portfolio für die Wasserstoffindustrie ein. Es soll für einen intelligenteren Betrieb und einen optimierten Wert der Anlage sorgen.

Herzstück der Zusammenarbeit ist die Hydrogen Performance Suite (HPS) von Siemens – ein digitales Cockpit, das den Betrieb von Anlagen für erneuerbaren Wasserstoff kontinuierlich verbessern soll. Kern der HPS ist ein prädiktiver Digitaler Prozesszwilling: ein hochpräzises Modell auf Basis physikbasierter Simulation, das über Echtzeit-Optimierung operative Einblicke liefert und so schnellere, datengestützte Entscheidungen ermöglicht. Dafür setzt Siemens einen integrierten Software-Stack für Prozessmodellierung, Datenanalyse und Echtzeit-Visualisierung ein – und macht komplexe Anlagendaten für Betreiber klar verständlich und nutzbar.

Die HPS verknüpft den digitalen Zwilling mit Live-Anlagendaten und externen Quellen, etwa Netzbetreibern und Energiemärkten. So erhält Galps Betriebspersonal vollständige Transparenz über ihre gesamte Anlage und damit eine Grundlage für intelligentere Produktionsplanung und optimierten Energieeinkauf. Siemens schätzt, dass die Hydrogen Performance Suite Energieeinsparungen von bis zu 15 % ermöglicht und damit Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit zugleich vorantreibt.

„GalpH2Park ist ein Leuchtturm für Europas Energiewende", sagt Axel Lorenz, Executive Vice President Automation Process Industries bei Siemens. „Wir sind überzeugt, dass digitale Innovation der Schlüssel ist, um erneuerbaren Wasserstoff wirtschaftlich tragfähig zu machen und die Dekarbonisierung der Industrie zu beschleunigen. Siemens macht diesen Anspruch zur industriellen Realität – in großem Maßstab."

Die GalpH2Park-Anlage soll bis zu 15.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff pro Jahr produzieren, angetrieben mit erneuerbarem Strom aus langfristigen Lieferverträgen und Galps eigener Erzeugung. Dadurch sollen die Treibhausgasemissionen um rund 110.000 Tonnen CO₂-Äquivalent pro Jahr sinken (Scope 1) – ein bedeutender Beitrag zu den Dekarbonisierungszielen Portugals und Europas.

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