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Rohrleitungs-Leckagen reparieren
Wenn eine Leckage bereits vorliegt, hilft ein Dienstleister wie Bardenhagen: Techniker vermessen das leckende Teil des Rohrleitungssystems und bauen mit diesen Angaben ein genau passendes Gehäuse, genannt Koffer, oder besorgen bei undichten Flanschverbindungen in Standardabmessungen vorgefertigte Schellen. Das Leck wird vom Gehäuse umschlossen. Der Innenraum des Koffers wird mit einer Abdichtpaste verpresst, die auf das in der Leitung fließende Produkt sowie auf die Druck- und Temperaturverhältnisse abgestimmt ist. Die Paste härtet aus und schließt das Leck ab – bis beim nächsten planmäßigen Stillstand der Anlage eine permanente Reparatur vorgenommen werden kann.
Als ‚Pflaster von innen‘ offeriert Insituform das Schlauch-Lining-Verfahren. Dabei wird ein schlauchförmiges Prepreg, ein Trägermaterial aus Faserverbundwerkstoff mit Kunstharzen, ins Rohrinnere eingebracht und dort ausgehärtet. Linerwerkstoffe sind eine wirtschaftliche Lösung bei der Sanierung von Druckleitungen, bei Rohrleitungen für korrosive Medien oder in der hydrothermalen Geothermie, so der Anbieter.
Reinigung von Rohrleitungen
Zum Reinigen von Rohrleitungen stehen verschiedene Verfahren zur Auswahl. Das Comprex-Verfahren von Hammann bietet sich vor allem bei wässrigen Prozessmedien in komplexen Rohrleitungsführungen an. Das Impulsspülverfahren basiert auf der gesteuerten Zugabe von Druckluft in langsam einströmendes Wasser. Dadurch entstehen Luft- und Wasserblöcke, die mit Fließgeschwindigkeiten bis zu 20 Meter pro Sekunde durch die Rohrleitung schießen. Sie erzeugen an den Rohrwänden enorme Schleppspannungen, lösen dadurch Ablagerungen und entfernen diese aus der Rohrleitung. An Stellen mit festhaftenden Ablagerungen unterstützen Feststoffe das Verfahren. Sie sind so ausgewählt, dass sie abrasiv wirken und sich anschließend vollständig und rückstandslos austragen lassen.
Fazit: Bei der Instandhaltung von Rohrleitungen ist die ganzheitliche Systembetrachtung wichtig – nur wer alle Einflussgrößen kennt und beachtet, kann von einer jahrzehntelangen Funktionsbereitschaft dieser Lebensadern der Prozessindustrie ausgehen.
* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS. E-Mail-Kontakt: redaktion@process.de
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