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Neue Medikamente und diagnostische Lösungen

Roche verzeichnet gutes Jahresergebnis und investiert kräftig in Deutschland

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Lars Kalfhaus, Dr. Ursula Redeker, Christian Paetzke und Prof. Dr. Hagen Pfundner (vlnr.) präsentierten die guten Jahresergebnisse 2018 von Roche in Deutschland.
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Lars Kalfhaus, Dr. Ursula Redeker, Christian Paetzke und Prof. Dr. Hagen Pfundner (vlnr.) präsentierten die guten Jahresergebnisse 2018 von Roche in Deutschland. (Bild: Axel Heiter Fotodesign)

Auf seinem diesjährigen Jahresmediengespräch stellte Roche seine Jahresergebnisse und den Geschäftsverlauf von Roche in Deutschland in den Bereichen Pharma, Diagnostics und Diabetes Care vor. Das Unternehmen gab dabei auch Einblicke zum Stand der Personalisierten Medizin und zur Digitalisierung bei Roche.

Mannheim – Die Diagnostics-Vertriebsgesellschaft von Roche in Deutschland hat den Umsatz im Jahr 2018 auf insgesamt 587 Millionen Euro gesteigert. Das war eines der Ergebnisse, die Roche anlässlich seines Jahresmediengesprächs präsentierte. Ein wichtiger Treiber dabei war erneut das Systemportfolio für Labore, v.a. für das Zentrallabor. Insgesamt wuchs das Geschäft mit Systemen und Reagenzien für den In-Vitro-Diagnostik-Markt (IVD-Markt) um 1,7 Prozent zum Vorjahr. Mit einem Anteil von 31,4 Prozent am IVD-Markt setzt Roche seine Serie kontinuierlichen Wachstums fort.

Wachstum in einem insgesamt rückläufigen Markt

„In einem insgesamt rückläufigen Markt konnten wir weiter wachsen und unseren Marktanteil im sechsten Jahr in Folge ausbauen. Die Kombination aus innovativen Produkten und exzellenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war auch in 2018 die Grundlage, zahlreiche langjährige Kunden weiter an uns zu binden und neue Kunden zu gewinnen”, betont Christian Paetzke, Geschäftsführer der Roche Diagnostics Deutschland GmbH.

In 2019 kommt mit Cobas pro integrated solutions zudem das erste System einer neuen Ära der Analysesysteme von Roche im Bereich der Immunologie und klinischen Chemie auf den deutschen Markt. Das System besteht u.a. aus dem bekanntem Cobas e 801 Modul und dem neu entwickelten Cobas c 503 Modul. Durch den modularen Aufbau wird das neue System in drei verschiedenen Konfigurationen verfügbar sein. Es erreicht durch seinen hohen Durchsatz, einen Probenzwischenspeicher für schnelle Rerun/Reflex-Testung und den mehrspurigen Probentransport eine sehr schnelle Turn-around-time mit zuverlässigen Ergebnissen.

In den ersten 14 Monaten nach der Produkteinführung erzielte die NAVIFY Tumor Board-Lösung bereits eine sehr gute Marktresonanz. Die cloudbasierte Lösung stellt medizinischem Fachpersonal relevante klinische Daten zur Entscheidungsunterstützung in der Onkologie bereit. Das Portfolio der “Clinical Decision Support Apps” wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Pharma: Neue Medikamente kommen in der Patientenversorgung an

Mit vier neuen Medikamenten und vier Zulassungserweiterungen in den letzten 24 Monaten hat Roche das Patentkliff erfolgreich umschifft. „Unsere neuen Medikamente werden stark nachgefragt, weil sie das Leben von Patienten entscheidend verbessern“, sagt Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG. „Sie tragen maßgeblich zu unserem Erfolg bei und kompensieren die Patentabläufe anderer umsatzstarker Medikamente. Dieser wirtschaftliche Erfolg schafft für uns die Grundlage um dort weiterzuforschen, wo der medizinische Bedarf am größten ist.“ Dies spiegelt auch das Geschäftsergebnis wider, das mit einem geringen Umsatzrückgang von -0,8 Prozent auf 1,83 Milliarden Euro im Berichtsjahr auf hohem Niveau stabil ist. Im Ranking der umsatzstärksten Pharmaunternehmen in Deutschland nimmt Roche 2018 den zweiten Platz im verschreibungspflichtigen Gesamtmarkt [1] ein (Marktanteil: 5,2 Prozent [2]). Nach wie vor hält Roche mit seinem Portfolio die führende Marktposition im Krankenhausgeschäft (Marktanteil: 12,5 Prozent [3]) und in der Onkologie (Marktanteil: 19,1 Prozent[4]).

Die Onkologie bleibt mit einen Umsatzanteil von 76 Prozent [5] Hauptgeschäftsfeld von Roche. In diesem Bereich konnte Roche mit der Zulassungserweiterung für Perjeta zur adjuvanten Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs im vergangenen Jahr den selbst gesetzten Standard übertreffen und so die Heilungschancen betroffener Frauen noch einmal verbessern. Als überlegener Standard bei ALK-positivem Lungenkrebs etabliert sich laut Unternehmensangaben das 2017 zugelassene Medikament Alecensa.

Diversifikation des Portfolios

Mit einem Anteil von fast 25 Prozent setzt sich Roche zunehmend auch in Therapiefeldern außerhalb der Onkologie durch. Beispiele für die Diversifikation des eigenen Portfolios waren im vergangenen Jahr die Zulassungen von Ocrevus bei Multipler Sklerose (MS) und Hemlibra bei Hämophilie A. Allein in Deutschland wurden seit der Zulassung im Januar 2018 rund 6.000 MS-Patienten [6] mit Ocrevus behandelt. Hemlibra ist bereits in weniger als 12 Monaten nach der Marktausbietung als neuer Therapiestandard bei Hämophilie-Patienten mit Inhibitoren gegen Faktor VIII etabliert, so das Unternehmen. Ein positives Votum für die EU-Zulassung bei Patienten mit schwerer Hämophilie A ist kürzlich erfolgt – auch in dieser Patientengruppe hat Hemlibra das Potenzial, den neuen Standard zu setzen.

Gleich vier Zulassungserweiterungen werden 2019 für das Krebsimmuntherapeutikum Tecentriq erwartet, unter anderem bei triple-negativem Brustkrebs und kleinzelligem Lungenkrebs. In beiden Indikationen wäre Tecentriq die erste zugelassene Krebsimmuntherapie überhaupt. Erwartet wird zudem die Zulassung von Polatuzumab Vedotin, einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat für Lymphompatienten. Mit über 65 neuen Wirkstoffmolekülen verfügt Roche nach eigenen Angaben insgesamt über eine der besten Produktepipelines in der Industrie – und eine der vielfältigsten: Forschungsschwerpunkte liegen neben der Onkologie unter anderem in der Neurologie sowie bei Entzündungs- und Infektionskrankheiten. Allein im Jahr 2018 wurden weltweit 11 Milliarden Schweizer Franken (9,6 Milliarden Euro) in Forschung und Entwicklung investiert.

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