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Vakuumpumpen

Richtiger Vakuumpumpen-Einsatz erspart teure Reparaturen

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Durch Mangelschmierung blockiert das Pumpsystem, was zum Ausfall der Pumpe führt. Ein zu niedriger Ölstand hat weiterhin zur Folge, dass durch das geringe Ölvolumen keine optimale Abfuhr der Kompressionswärme stattfindet: Die Pumpe überhitzt, dadurch tritt eine rasche Alterung des Betriebsmittels ein bis hin zum Ausfall der Pumpe durch mangelnde Schmierung und Bildung von Ölkohle. Daher ist darauf zu achten, dass der Ölstand der Pumpe nicht unter Mitte Schauglas abfällt.

Das Betriebsmittel ist regelmäßig auf Farbe, Viskosität oder Verunreinigungen zu prüfen. Ein Wasseranteil von mehr als 5% färbt das Öl milchig. Dies passiert dann, wenn das Gasballastventil geschlossen bleibt, die Pumpe dem Abpumpvorgang kalt zugeschaltet wird oder die maximale Dampfkapazität überschritten wird.

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Menge der Öltröpfchen steigt mit dem Ansaugdruck der Pumpe.

In Bild 2 ist zu erkennen, wie die Farbe sich mit dem Verschleiß des Betriebsmittels in Richtung schwarz verändert. Ein dringender Betriebsmittelwechsel ist bei Farbe 6 gegeben. Die Farbskala gilt für das Öl P3 (Pfeiffer Vacuum). Es ist sinnvoll, einen Ölwechsel präventiv alle zwölf Monate durchzuführen.

Ist der Anwender nicht sicher, ob das eingesetzte Betriebsmittel gegen die Prozessgase beständig ist, sollte der Hersteller konsultiert werden, um das richtige Betriebsmittel und die Pumpenausführung zu bestimmen.

Beim Abpumpen von Sauerstoff mit einer höheren Konzentration als in der Luft kann Mineralöl wegen der Oxydation und folglich schneller Alterung als Betriebsmittel nicht eingesetzt werden. Für diesen Fall gibt es spezielle Öle mit einer BAM-Zulassung für Sauerstoffbetrieb. Hierbei ist zu beachten, dass das eingesetzte Betriebsmittel einen ausreichend niedrigen Dampfdruck bei Pumpenbetriebstemperatur besitzt, damit das gewünschte Endvakuum, das durch den Totaldruck (Dampfdruck des Öls) limitiert wird, erreicht wird.

Funktionsbedingt werfen alle Drehschieberpumpen mit dem geförderten Gas oder Dampf feinste Öltröpfchen über den Auspuff aus. Die Menge der Öltröpfchen steigt mit dem Ansaugdruck der Pumpe. Es gibt Erfahrungswerte des Ölauswurfs, die bei circa 3 cm3 Öl pro gepumptem Normkubikmeter bei mehr als 100 mbar liegen.

So ist beispielsweise bei einem Ansaugdruck von 200 mbar und einem Saugvermögen von 60 m3/h bei einer einstufigen Drehschieberpumpe diesen Saugvermögens ein Ölauswurf von circa 850 cm3 innerhalb von 24 h zu erwarten. Bei einem Ölinhalt einer solchen Pumpe von circa 5 l ist der Ölstand im Dauerbetrieb nach zwei Tagen bereits auf das kritische Niveau abgesunken.

Zur Verhinderung des Ölauswurfs und zum Schutz der Pumpen vor Mangelschmierung kommen auspuffseitige Ölnebelabscheider zum Einsatz. Darin befinden sich Filterpatronen, in denen die Öltröpfchen festgehalten und im Filtergehäuse abgeschieden werden. Wenn es der Prozess erlaubt, kann das Öl über eine automatische Ölrückführung mittels Schwimmerschalter oder über Gasballastrücksaugung der Pumpe wieder zugeführt werden.

Stillstandskorrosion droht

Werden größere Mengen Wasserdampf oder korrosive Dämpfe gepumpt, so ist von einer Ölrückführung abzuraten, da dadurch die im Filter kondensierten Dämpfe wieder in die Pumpe gelangen und die Schmiereigenschaften sowie Standzeit des Öls stark reduzieren. Des Weiteren besteht die Gefahr der Stillstandskorrosion durch die höhere Konzentration kondensierter Dämpfe im Pumpenraum und im Öl.

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