Reinraumreinigung Reinigung im Reinraum – Von der Auswahl des richtigen Handschuhs bis zur Dokumentation
Reinigung ist nicht gleich Reinigung – diese Erfahrung wird gerade im Reinraum immer wieder gemacht. Oft mangelt es an hinreichend geschultem Personal oder einer unvollständigen Einweisung der Reinigungskräfte. Ein abgestimmtes Schulungskonzept sorgt für mehr Sicherheit.
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Die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten im Reinraum sind optimale Abläufe und ein grundlegendes Verständnis für die dort stattfindenen Prozesse. Dies gilt im besonderen Maße für die Reinigung. Eine gründliche Reinigung umfasst nicht nur den eigentlichen Reinigungsprozess; vielmehr sichern die Vorbereitung und Nachbereitung den Erfolg eines Reinigungsprojektes. Daher steht an allererster Stelle die Risiko-Analyse, die im Idealfall in Zusammenarbeit mit dem Herstellungs- und Reinigungspersonal durchgeführt wird.
Darin werden beispielsweise Fragen geklärt, wo kritische Bereiche oder Punkte vorkommen, welche Verunreinigungen oder Keime auftreten und wo die Eintrittswege (konstruktiv, Material, Personal) liegen. Darüber hinaus ist eine gewissenhafte Vorbereitung durch Erfahrungsträger, die mit der konkreten räumlichen Situation vertraut sind, und dem Reinigungspersonal notwendig. Darin werden Fakten geklärt, wie das Zusammenwirken von Reinigungsmaterialien und Oberflächen oder die Beständigkeit von Oberflächen gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Dies schließt auch eine detaillierte Schulung des Reinigungs-personals ein.
Insbesondere bei neuen Projekten ist eine Überwachung der Reinigungsarbeiten durch verantwortliche Mitarbeiter (z.B. Herstellungsleitung) nötig. Auffälligkeiten oder Fehler lassen sich so sofort auswerten, damit sich fehlerhaftes Verhalten erst gar nicht einschleichen kann. Danach sollte die Reinigungsleistung gemeinsam mit Verantwortlichen der Herstellung sowie der Reinigung nachbereitet werden. Hierbei werden aufgefallene Besonderheiten, Fehler aber auch Monitoringdaten zu Keimen und Partikeln (z.B. Überschreitung von Warngrenzen) gesammelt und ausgewertet. Über die Analyse von Monitoringdaten lassen sich Trends erkennen, die wiederum zu geeigneten Maßnahmen führen und zwar, bevor Grenzwerte für Partikel bzw. Keime überschritten werden.
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