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Ausblick
Dringend angeraten sind Schulungen vor allem bei neuen Reinigungsprojekten oder wenn es spezielle Anlässe, wie Auffälligkeiten oder Abweichungen gibt. Dann sind Schulungen direkt am Ort sinnvoll, wo über die konkreten Gegebenheiten des Objektes diskutiert und informiert werden kann. Bei allen Schulungen sollten immer wieder Hintergrundinfos zu den Produkten gegeben werden. Damit wird die Anonymität des Objektes überwunden und das Reinraum-Reinigungspersonal wird für die Bedeutung ihrer Tätigkeit an der Produktentstehung sensibilisiert und wird aktiv am Herstellungsprozess beteiligt.
Wie die Schulungen in der Praxis aussehen, entscheidet sich also immer am konkreten Projekt. Neben einem Theorieteil, der sachliche (u.U. spezifisch für den Einsatzort) und gesetzliche Grundlagen umfasst, spielt die Praxis eine große Rolle. Diese beginnt mit dem Training an Dummies (Trockenübung), reicht über das Rollenspiel (z.B. Teamführung und Ablauforganisation) und endet beim Verhalten in hochsensiblen Zonen. Ergänzt werden können die Schulungsmaßnahmen mit Trainings vor Ort und weiteren externen Schulungen.
Fest steht: Produktionsabläufe unter Reinraumbedingungen sind von wachsender Bedeutung für die Herstellung innovativer Produkte, die Anzahl der benötigten Reinräume steigt. Dabei unterschätzen viele Unternehmen mit wenig Hygieneerfahrung die Anforderungen und Ressourcen, die aus der Etablierung und dem Management einer Reinraumumgebung resultieren. Davon sind „gestandene“ Unternehmen, die aufgrund innovativer Entwicklungen neuerdings Reinraumkapazität benötigen, genauso betroffen, z.B. Neugründungen im Life-Science-Bereich.
Beide profitieren von professioneller Beratung und Dienstleistung im Reinraum-Management bzw. der professionellen Reinigung hochsensibler Produktionsumgebungen.
* Der Autor ist Mitarbeiter bei der profi-con GmbH, Leipzig. E-Mail-Kontakt: ruediger.laub@profi-con.com
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