Raffinerie-Projekt in Afrika Raffinerie-Projekt soll Angolas Unabhängigkeit von Treibstoff-Importen sichern

Redakteur: Dominik Stephan

Russland investiert in Schlüsselprojekt für Afrikas Petrochemie. Angola, der größte Ölförderer Afrikas importiert jedes Jahr Treibstoffe für 160 Millionen Euro – doch damit soll jetzt Schluss sein: Mit russischem Geld entsteht im Südwesten des Landes ein neues 400.000 Barrel-Raffinerieprojekt.

(Bild: terry ross / BY 2.0)

Namibe/Angola – Eine Gruppe russischer Investoren steckt Elf Milliarden Euro in eine neue 400.000 Barrel Raffinerie in Giraul de Baixo, Südwest-Angola. Dort soll unter Schirmherrschaft von Rail Standard Service und Fortland Consulting Company, die je 75 und 25% an dem Projekt halten, auf 1300 Hektar eine Entsalzungsanlage für Öl und eine Raffinerie entstehen, die innerhalb von zehn Jahren auf eine Kapazität von 10 Millionen Tonnen pro Jahr ausgebaut werden soll.

Angola garantiert in den ersten Jahren nicht nur eine weitgehende Steuerfreiheit für das Projekt, sondern auch den Verkauf von 28.000 Barrel Rohöl täglich, die im Laufe eines Jahrzehnts auf 364.000 Barrel gesteigert werden sollen. Damit will der afrikanische Staat – immerhin der größte Ölförderer des Kontinents mit einer Tagesproduktion von 1.7 Millionen Barrel – seine Abhängigkeit von Treibstoffimporten reduzieren, heißt es. Die einzige Raffinerie des Landes in Luanda kann nur einen Teil des Marktes bedienen und ist zudem in die Jahre gekommen, teuer und selten voll einsatzfähig.

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