PROCESS: Profienergy heißt ein neuer Standard in der Fertigungsindustrie, der es ermöglichen soll, dass Profinet-Feldgeräte in Leerlaufzeiten auf Energiesparmodus geschaltet werden – eine Industrieinitiative, um steigende Energiepreise in den Griff zu bekommen.
Seibl: Der Profienergy-Standard ist eine Erweiterung des Profinet-Protokolls die es ermöglicht, Profinet-Feldgeräte in einen Energiesparmodus zu schalten. Dies ist nicht auf bestimmte Branchen sondern auf die Verwendung von Profinet begrenzt. Mit zunehmendem Einsatz von Profinet stehen – beispielsweise nach Ansicht unseres Vorsitzenden des AK Energieeffizienz, Herrn Dr. Spohr (Siemens) – auch in der Prozessindustrie die gleichen Möglichkeiten zur Verfügung. Es ist dann Sache des Anwenders, diese Möglichkeiten im Zusammenhang mit den spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Anlage zu nutzen, d.h. bei Batch-Anlagen und Anlagen im Ein- oder Zwei-Schicht-Betrieb sind da sicher Einsparmöglichkeiten gegeben.
PROCESS: Sind derartige Konzepte in der Prozessindustrie ebenfalls denkbar?
Seibl: Es laufen Entwicklungen, die den Einsatz von Profinet auch in der Prozessindustrie attraktiver machen sollen.
Vielen Dank für das Gespräch.
* Das Gespräch führte PROCESS-Redakteurin Anke Geipel-Kern.