Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Orangefarbene Wolke in Ludwigshafen – BASF forscht nach Ursache

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23.06.2021

Salzburg (dpa) *17:34 Uhr – Salzburger Großmolkerei durch Cyberangriff lahmgelegt

Österreichs drittgrößte Molkerei ist Hackern zum Opfer gefallen. Die Produktion von Salzburgmilch stehe seit Dienstagnacht still, gab die Firma am Mittwoch bekannt. Durch den Cyberangriff seien alle IT-Systeme ausgefallen. Sämtliche Unternehmensbereiche wie Produktion, Logistik und Kommunikation seien betroffen. Die Salzburgmilch verarbeitet pro Jahr knapp 290 Millionen Kilogramm Milch. Die Produkte werden zu 46 Prozent exportiert.

London (dpa) *17:24 Uhr – Pharmakonzern Glaxo Smith Kline treibt Umbaupläne voran

Der britische Pharmakonzern Glaxo Smith Kline (GSK) treibt seine Pläne für eine Aufspaltung voran. Mitte kommenden Jahres will sich das Unternehmen vom Großteil seiner Beteiligung am Geschäft mit verschreibungsfreien Medikamenten über ein direktes Listing an der Londoner Börse trennen, wie GSK am Mittwoch mitteilte.

Der Schritt ist die wohl entscheidende Etappe beim tiefgreifenden Konzernumbau, den die seit 2017 amtierende Chefin Emma Walmsley angestoßen hatte. Er soll der «neuen GSK» mittelfristig mehr Umsatztempo und eine höhere Profitabilität bescheren. Die Anteilseigner müssen sich nun allerdings erstmals seit 20 Jahren auf eine geringere Dividende einstellen.

Der gleichzeitig mit der Veranstaltung veröffentlichte Mittelfristausblick sieht nunmehr ein währungsbereinigtes Umsatzplus von im Schnitt mehr als fünf Prozent jährlich zwischen 2021 und 2026 vor. Dabei setzt der Konzern vor allem auf ein starkes Erlöswachstum mit Impfungen und Spezialtherapeutika. Nicht in den Prognosen inbegriffen seien dabei mögliche Einnahmen mit Covid-19-Bezug.

Zudem sieht GSK nach eigenen Berechnungen mit bestimmten Medikamenten, die derzeit bereits in fortgeschrittenen klinischen Studien getestet werden, die Chance auf einen Spitzenumsatz von mehr als 20 Milliarden Pfund jährlich. 2031 sollen die Erlöse zu konstanten Wechselkursen auch deshalb bei mehr als 33 Milliarden Pfund (umgerechnet rund 38,5 Milliarden Euro) liegen.

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern inklusive des vor der Abspaltung stehenden Geschäfts mit verschreibungsfreien Medikamenten seinen Umsatz um lediglich 3 Prozent auf rund 34 Milliarden Pfund erhöht.

Madrid (dpa) *14:49 Uhr – Biontech-Gründer erhalten Prinzessin-von-Asturien-Preis

Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci sowie fünf weitere Entwickler von Impfstoffen gegen das Coronavirus erhalten den angesehenen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Forschung und Technik. Neben dem deutsch-türkischen Ehepaar seien auch der US-amerikanische Biochemiker und Immunologe Philip Felgner, die in den USA lebende ungarische Biochemikerin Katalin Karikó, der US-Immunologe Drew Weissman, der kanadische Zellbiologe Derrick Rossi und die britische Impfstoffforscherin Sarah Gilbert ausgezeichnet worden, teilte die Stiftung «Fundación Princesa de Asturias» am Mittwoch in Oviedo in Nordspanien mit.

«Das Jahr 2020 begann mit dem Ausbruch einer Pandemie, die das tägliche Leben und die Weltwirtschaft veränderte, und endete mit einer außergewöhnlichen Demonstration der Fähigkeit der Wissenschaft, das Problem mit den ersten Impfstoffen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 in den Griff zu bekommen», begründete die Jury der Stiftung ihre Entscheidung.

Der Mediziner Sahin (55) und die Medizinerin Türeci (54) lernten sich in den 1990er Jahren am Universitätsklinikum im saarländischen Homburg kennen. Die Kinder türkischer Einwanderer heirateten 2002 und gründeten etwa sechs Jahre später Biontech. Sahin ist heute Vorstandschef, Türeci medizinischer Vorstand des Mainzer Biotechnologieunternehmens.

Die Prinzessin-von-Asturien-Preise gelten als die «spanischen Nobelpreise». Sie sind nach der spanischen Thronfolgerin Leonor (15) benannt, werden alljährlich in acht Sparten vergeben und sind mit jeweils 50 000 Euro dotiert. Jeder Gewinner erhält auch eine Skulptur von Joan Miró. Leonor und ihr Vater, König Felipe VI., überreichen die Auszeichnungen Ende Oktober in Oviedo.

Frankfurt *10:01 Uhr – Achema bis mindestens 2027 in Frankfurt

Die Messe Frankfurt und die Dechema verlängern ihre Zusammenarbeit. Bis mindestens 2027 wird das Frankfurter Messegelände Austragungsort der Achema, Weltforum und Internationale Leitmesse der Prozessindustrie, bleiben. Die Achema hat einen Turnus von drei Jahren. Die für 2021 geplante Veranstaltung musste pandemiebedingt verschoben werden und findet vom 4. bis 8. April 2022 statt; die folgenden Veranstaltungen finden 2024 und 2027 statt.

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