Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Orangefarbene Wolke in Ludwigshafen – BASF forscht nach Ursache

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15.06.2021

Hannover (dpa) *18:26 Uhr – Deutsche Öl- und Gasförderung weiter rückläufig

Die Förderung von Erdöl und Erdgas in Deutschland ist weiter rückläufig. Gegenüber 2019 sank die Erdölproduktion im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 1,9 Millionen Tonnen und die Rohgasförderung um 15 Prozent auf 5,6 Milliarden Kubikmeter, wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie am Dienstag in Hannover mitteilte. Dabei spielten nicht nur die natürliche Erschöpfung der Lagerstätten, sondern auch Wartungsarbeiten an der Erdgasaufbereitungsanlage in Großenkneten bei Oldenburg eine Rolle.

Die deutsche Erdölproduktion trug noch zu zwei Prozent zur Deckung des inländischen Verbrauchs bei. Beim Erdgas wurden 5,2 Prozent des Verbrauchs aus deutscher Förderung gedeckt.

Das meiste Erdöl wird in Schleswig-Holstein gefördert, gefolgt von Niedersachsen. Beim Erdgas ist Niedersachsen die zentrale deutsche Förderregion. In beiden Ländern lagern auch die meisten Öl- und Gasvorkommen. Dabei hat die Summe der sicheren und wahrscheinlichen Reserven beider Rohstoffe weiter abgenommen.

Gräfelfing (DGAP-Adhoc) *18:09 Uhr – PharmaSGP-Gruppe erwirbt OTC-Markenportfolio von GSK

Die PharmaSGP, eine Tochtergesellschaft der PharmaSGP Holding, hat heute mit der Glaxo Smith Kline Gruppe einen Vertrag zur Übernahme eines Produktportfolios mit vier etablierten OTC-Marken in acht Ländern unterzeichnet. Fokus des Portfolios sind die Phytoarzneimittel der Marke Baldriparan(R), der führenden OTC-Marke in Deutschland für natürliche Baldrian-Schlafmittel in der Apotheke1.Zusätzlich erwirbt die PharmaSGP mit Formigran(R), Spalt(R) und Kamol(R) drei weitere bekannte OTC-Marken in der strategisch wichtigen Kategorie "Schmerztherapie". Insgesamt erzielte dieses Markenportfolio 2020 in acht Ländern einen Umsatz von über 15 Mio. EUR. Hierzu trugen neben dem Heimatmarkt Deutschland auch die Märkte Österreich, Schweiz, Frankreich, Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei bei.

Der vereinbarte Kaufpreis liegt bei rund 80 Mio. EUR. Zusätzlich werden entgeltlich die entsprechenden Produktlagerbestände übernommen. Der Vorstand der PharmaSGP Holding rechnet mit einem Vollzug der Transaktion Ende August 2021.

Wedel/Hamburg (dpa/lno) *15:00 Uhr – Astrazeneca verlegt Firmenzentrale von Wedel nach Hamburg

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca will den Sitz seiner Deutschlandzentrale von Wedel (Kreis Pinneberg) ins unmittelbar benachbarte Hamburg verlegen. «Die Planung dafür läuft bereits seit über zwei Jahren. Der genaue Zeitpunkt des Umzuges steht noch nicht fest», sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» berichtet.

Der neue Standort ermögliche es dem Konzern, weiter zu wachsen und moderne Arbeitsformen umzusetzen, so die Sprecherin weiter. «Mit dieser Form des Arbeitens in Kombination mit einem modernen, zentral gelegenen Standort möchten wir unseren Mitarbeitenden einen attraktiven Arbeitsplatz bieten und zeitgleich für mögliche neue Talente noch interessanter werden.» Schon jetzt wohnten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hamburg und pendelten nach Wedel.

Bereits zum Jahresende wird Astrazeneca zudem das Werk in Wedel, in dem Medikamente verpackt werden, schließen. Auch dieser Schritt ist mit Blick auf die Produktnachfrage bereits 2019 entschieden worden, wie die Sprecherin weiter sagte. Von dem Ende der Produktion - der Astrazeneca-Impfstoff gegen Covid-19 wird dort nicht hergestellt oder abgefüllt - seien 175 Mitarbeiter betroffen. Ein Sozialplan und Interessensausgleich werde bis Ende 2021 umgesetzt.

Leuna (dpa/sa) *11:33 Uhr – Projekt für grünes Methanol startet in Leuna

In Leuna ist ein Projekt zur Herstellung von grünem Methanol gestartet. Im Hydrogen Lab könne Methanol aus kohlenstoffarm produziertem Wasserstoff und abgetrenntem Kohlendioxid hergestellt werden, teilten die Projektpartner am Dienstag mit. Beteiligt sind der Energiekonzern Total, das Elektrolyseunternehmen Sunfire, das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) und das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CBP). Grünes Methanol sei ein wichtiger Ansatz zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen, heißt es in der Mitteilung. Total produziert den Angaben zufolge in Leuna auf Basis fossiler Rohstoffe aktuell rund 700 000 Tonnen Methanol pro Jahr und ist damit der größte Methanolproduzent in Europa.

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