Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Orangefarbene Wolke in Ludwigshafen – BASF forscht nach Ursache

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10.06.2021

Erlangen (dpa/lby) *15:16 Uhr – Explosion bei Chemie-Experiment an Uni – Studierender verletzt

Bei einem missglückten Chemie-Experiment ist ein Studierender an der Universität Erlangen leicht verletzt worden. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten am Donnerstag mit mehreren Fahrzeugen aus, nachdem die automatische Brandmeldeanlage sie nach der Explosion alarmiert hatte. Das Unigebäude wurde geräumt.

Glücklicherweise sei es nur eine kleine Explosion gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Sanitäter behandelten die verletzte Person und brachten sie wegen des Verdachts einer Rauchvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus. Die Feuerwehr machte die chemischen Stoffe unschädlich, die bei dem Experiment verwendet wurden. Die Ursache für die Verpuffung war zunächst unklar.

Essen (dpa) *15:01 Uhr – Evonik arbeitet an neuem Transportmechanismus für mRNA-Medikamente

Der Spezialchemiekonzern Evonik kooperiert mit der US-Universität Stanford bei der Suche nach neuen Möglichkeiten, mRNA-basierte Medikamente an die richtigen Stellen im Körper zu transportieren. Ziel der auf drei Jahre angelegten Zusammenarbeit mit den Forschern in Kalifornien ist die Entwicklung einer Technologie, die über die bisherigen Möglichkeiten von Lipid-Nanopartikeln hinausgeht, wie Evonik am Donnerstag in Essen mitteilte.

Hierzu werde ein polymerbasiertes System entwickelt, das das Unternehmen lizenzieren und vermarkten werde. So sollen die Anwendungsmöglichkeiten von mRNA-Therapeutika erweitert werden, um künftig auch Krankheiten wie Krebs und Aids besser bekämpfen zu können.

Im Erfolgsfall würde Evonik damit sein Produktangebot rund um die mRNA-Transporttechnologie vergrößern und den Portfolioumbau der Sparte Nutrition & Care hin zu Systemlösungen vorantreiben. In der Sparte soll der Anteil solcher Systemlösungen von heute 20 Prozent bis 2030 auf mehr als 50 Prozent steigen.

Aktuell produziert Evonik bereits Lipid-Nanopartikel (LNP) für den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer. Aktuell werde Evoniks zugängliches Marktpotenzial für LNP-basierte Liefersysteme bis 2026 auf über 5 Milliarden US-Dollar geschätzt, hieß es weiter. Allerdings nimmt der Wettbewerb in diesem Bereich auch zu.

St Gallen, Schweiz (TE Communications) *09:02 Uhr – Bidens Lockerung von Sanktionen gibt Auftrieb für chinesische Chemieindustrie

US-Präsident Biden änderte das Verbot amerikanischer Investitionen in chinesische Unternehmen, von denen angenommen wird, dass sie mit dem chinesischen Militär in Verbindung stehen, und untersagte amerikanische Investitionen in 59 chinesische Unternehmen. Insbesondere Sinochem und Chemchina unterliegen nicht dem aktualisierten Verbot, was dazu führte, dass die Anleihen von Chemchina auf die Nachricht hin anzogen.

Baku, Aserbaidschan (ots/PRNewswire) *03:12 Uhr – Baku beginnt mit dem Bau eines strategischen Düngemittelterminals

Baku International Sei Trade Port CJSC hat den Beginn des Baus eines Düngemittelterminals in seiner neuen Anlage in Aalt, Aserbaidschan, bekannt gegeben. Der strategische Terminal wird gemeinsam von der aserbaidschanischen Regierung und dem Hafen von Baku finanziert. Er soll bis Ende 2022 in Betrieb genommen werden.

Die Investitionsentscheidung resultierte aus einer Machbarkeitsstudie, die ein erhebliches Potenzial für den Umschlag von Düngemitteln aus den zentralasiatischen Binnenländern über Aserbaidschan in westliche Märkte aufzeigte. Drei ressourcenreiche Staaten Zentralasiens - Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan - verfügen über Produktionskapazitäten für verschiedene Düngemittel, darunter Harnstoff, Schwefel und Kaliumkarbonat, die 6,6 Millionen Tonnen jährlich übersteigen. Alle drei Länder haben stark in den Bau von Produktionsanlagen für Düngemittel investiert, um das potenzielle Exportvolumen zu erhöhen. Die kürzlich eingeweihte Düngemittelfabrik Garabogaz am Ostufer des Kaspischen Meeres in Turkmenistan kann allein 1,2 Millionen Tonnen Harnstoff pro Jahr produzieren, davon mehr als 90 Prozent für den Export.

Der neue Düngemittelterminal soll eine Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr haben. Die Anlage wird über zwei Lagerhallen mit einer Gesamtkapazität von 60.000 Tonnen und Fördersysteme verfügen, um die verschiedenen Düngemitteltypen direkt in die Lagerhallen oder in Waggons/Schienenbunker an einer neu konzipierten Waggonverladestation zu entladen. Die Hafenbehörde plant, den Terminalbetrieb über eine langfristige Konzession zu verpachten und steht derzeit in Verhandlungen mit potenziellen Bietern.

Calgary (dpa) *00:46 Uhr – Umstrittenes Pipeline-Projekt Keystone XL endgültig gescheitert

Das seit vielen Jahren von Umweltschützern bekämpfte Öl-Pipeline-Projekt Keystone XL ist von seinen Betreibern endgültig abgeblasen worden. Nach Prüfung der verbleibenden Optionen und Rücksprache mit der Regierung der kanadischen Provinz Alberta sei das Vorhaben beendet worden, teilte die TC Energy Corporation am späten Mittwoch (Ortszeit) in Calgary mit. Damit endet ein langer und zäher Konflikt zwischen der Ölindustrie und Umweltschützern, der auch Gerichte und die Politik in den USA und Kanada intensiv beschäftigte.

Die Entscheidung des Unternehmens und der kanadischen Provinz kommt wenig überraschend. US-Präsident Joe Biden hatte die von Vorgänger Donald Trump erteilte Erlaubnis für den Bau nach seinem Amtsantritt wieder zurückgenommen. Biden folgte damit der Linie von Ex-Präsident Barack Obama, der das Projekt, bevor Trump ins Amt kam, bereits wegen Umweltbedenken untersagt hatte. Keystone XL sollte ein bestehendes Pipeline-System ergänzen, um mehr Öl in die USA zu bringen. Umweltschützer fürchteten klimaschädliche Treibhausgase und Lecks.

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