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Forschungskooperation

Neues Materialsystem für die Serien-Fertigung von Kunststoffbauteilen im 3D-Druck

| Redakteur: Alexander Stark

Creavis, die strategische Innovationseinheit des Spezialchemieunternehmens Evonik, und der 3D-Druck-Spezialist Voxeljet sind eine Kooperation zur Entwicklung von Materialsystemen der nächsten Generation für das Binder-Jetting-Verfahren im 3D-Druck eingegangen.

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Durch eine Forschungskooperation mit Voxeljet will Evonik den Weg für industrielle Fertigung großer Endbauteile per 3D-Druck ebnen.
Durch eine Forschungskooperation mit Voxeljet will Evonik den Weg für industrielle Fertigung großer Endbauteile per 3D-Druck ebnen.
(Bild: Richard Walch/ Evonik)

Essen – Bei der additiven Fertigung kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. So wird beispielsweise beim Binder-Jetting schichtweise ein Pulver ausgebracht und mit einem Binder verbunden, der präzise von einem Inkjet-Druckkopf bauteilabhängig aufgedruckt wird. Durch Einsatz der großformatigen und schnellen Inkjettechnologie und das Drucken bei Raumtemperatur ist dieses Verfahren das derzeit produktivste und am besten skalierbare 3D-Druckverfahren.

Das Verfahren wird seit mehreren Jahren sehr erfolgreich für den Formenbau, beispielsweise den Druck von Sandgussformen und -kernen, eingesetzt. Jedoch sind die bisher verfügbaren Materialsysteme für die Fertigung industrieller Endbauteile hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften meist nicht geeignet.

Voxeljet ist einer der führenden Hersteller großformatiger Hochgeschwindigkeitsdrucker für den Formenbau. Zusammen mit dem Unternehmen will Evonik nun neue Pulver-Binder-Systeme entwickeln, die erstmalig die Herstellung von industriell einsetzbaren Polymerbauteilen mit diesem Verfahren ermöglichen.

Die langjährige Erfahrung des Spezialchemiekonzerns mit Polymerpulvern für verschiedene 3D-Drucktechnologien sowie genau auf das Verfahren abgestimmte Binder bilden die Grundlage für die Entwicklung dieser Materialsysteme. Die Forschungskooperation soll den Einstieg in die sichere und robuste additive Fertigung von stabilen Polymer-Endbauteilen im Bereich der Serienfertigung ermöglichen.

Die Entwicklungsarbeiten von Pulver-Binder-Systemen sind Bestandteil des „Evonik Innovationswachstumsfeldes Additive Manufacturing“, in dem der Konzern seine 3D-Druck-Kompetenzen bündelt.

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