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Kennzeichnung

Neue Richtlinien fordern Änderungen in Kennzeichnungssystemen

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Lösungsansatz für Fälschungssicherheit: Serialisierung auf dem Weg

Ein wesentlicher Lösungsansatz für Fälschungssicherheit ist die Serialisierung: Über einen auf das Produkt oder die Verpackung aufgebrachten serialisierten Dotcode oder Barcode, kann dessen Authentizität durch Abgleich mit einem Datenbestand überprüft werden. „Auch dem Konsumenten kann ein Zugang zu den Datenbeständen gewährt werden“, so Prahl. Mit heutigen Mobil-Telefonen sind das sichere Lesen solcher Codes und der Prüfvorgang im Internet kein Problem. In der Türkei werden bereits pharmazeutische Produkte mit einem serialisierten Data-Matrix gekennzeichnet und in Frankreich müssen ab Januar 2011 alle Chargen eine Data-Matrix-Codierung (CIP13-Code) nachweisen.

Wenn der Gesetzesentwurf am 1. Januar 2011 in Kraft tritt, muss jedes neu produzierte pharmazeutische Produkt mit einem 2D-Data-Matrix-Barcode versehen sein, der den Produktcode, die Chargennummer sowie das Mindesthaltbarkeitsdatum beinhaltet. Auch andere europäische Länder wie Schweden und auch Deutschland beschäftigen sich bereits mit diesem Thema. „Außerdem können diese individuellen Codes mit allen Kennzeichnungstechnologien aufgebracht werden. Im Übrigen auch mit Hilfe von RFID-Technologie, indem der Code im Chip gespeichert und/oder auf das RFID-Etikett aufgedruckt wird“, nennt Prahl einen weiteren Vorteil.

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RFID – Verbündeter gegen Fälscher

Die RFID-Technologie wird dennoch eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Sicherheit in der Arzneimittellogistik spielen, selbst wenn noch die eine oder andere technische Hürde genommen werden muss. „Die Möglichkeit RFID-Tags auch aus größerer Entfernung zu lesen, ist bei Artikeln geringer Größe nach wie vor unpraktikabel“, räumt Pflieger ein. Mit dem Tag wird die Antenne kleiner und damit nimmt die „Reichweite“ ab.

Je geringer aber die Reichweite ist – das heißt, je näher das Lesegerät am Tag platziert werden muss –, um so praktikabler ist immer noch ein visueller Code wie z.B. der 2D Data-Matrix Code mit der potenziellen Fähigkeit, mehr Daten speichern und Lesesignale leichter den spezifischen Produkteinheiten zuordnen zu können. „So gesehen sind RFID-Tags ideal für Kisten und Paletten, während sich der 2D-Data-Matrix-Code besser für die Kennzeichnungsebenen Packung, Einzelartikel, Einzeldosis sowie noch kleinere Einheiten eignet“, erklärt Pflieger.

Ähnlich pragmatisch geht man bei Bluhm vor. „Bei RFID kann der Inhalt dieses Transponders innerhalb der Lieferkette dynamisch geändert werden und die Daten können sich selbst dann auslesen lassen, wenn die Produkte in einer geschlossenen Verpackung sind oder das Etikett an einer versteckten Stelle angebracht ist“, nennt Prahl weitere Vorteile. Für eine effiziente Logistik und im Kampf gegen Fälschungen wird daher nur die Kombination aus verschiedenen Kennzeichnungstechnologien zum Ziel führen.

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