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NAMUR-Hauptsitzung 2013

Namur-Hauptsitzung im Zeichen von Integrated Engineering

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Stichworte sind hier beispielsweise schnellere und leistungsfähigere Verbindungen ins Feld. Auch die Themen Software und Security müssen noch intensiver behandelt werden, da das vernetze Arbeiten weiter zunimmt. Und dies führt noch zu einer weiteren Problematik, wie Eberle abschließend beschreibt. „Wir müssen sicherstellen, dass die Durchgängigkeit über weite Strecken gewährleistet ist und dafür benötigen wir eine gemeinsame Semantik. Wenn wir weiter die Information bit für bit transportieren, erreichen wir nie die Geschwindigkeit, die für ein vernetztes Arbeiten nötig ist.“

Integriertes Engineering in der Praxis

Wie das integrierte Engineering in der Praxis funktioniert, zeigte Peter Schöler von Wacker in seinem Vortrag. Das Unternehmen nutzt seit mehr als einem Jahrzehnt Comos PT zur Anlagenplanung. Nahezu die komplette Planung in der EMR findet in Comos statt. Beispiele sind Montageanordnungspläne, Feldgerätespezifikation, Funktionspläne, Stromlaufpläne.

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„Triebfeder für die Einführung von CAE war die Erhöhung der Produktivität in der Anlagenplanung“, erinnert sich Schöler an die Anfänge. Die Vorteile des Integrierten Engineerings sieht er vor allem bei der gemeinsamen Nutzung von CAE durch die Verfahrenstechnik und durch die EMR-Technik. An vielen Stellen gibt es Möglichkeiten, einen homogenen Datenfluss von der verfahrenstechnischen Planung in die Planung der Elektro- und Automatisierungstechnik herzustellen.

Online-Engineering durch Verwendung eines gemeinsamen Datenbestandes bringt zudem qualitative Vorteile entlang der Planungsphasen. „Für uns war es wichtig, einen gemeinsamen Zugriff auf Projektdaten durch alle Projektbeteiligten von jedem Winkel der Welt zu haben. Dies war besonders im Hinblick auf den amerikanischen Markt interessant, so Schöler, der Comos als die zentrale Datendrehscheibe für die verfahrenstechnische Planung sieht.

Aber auch die Möglichkeit für konfigurierbare offene Schnittstellen zu Drittsystemen, wie zum Beispiel zu Systemen für die Verfahrenssimulation, zu SAP oder auch zu Prozessleitsystem spielt eine wesentliche Rolle. Allerdings: „Generell wird die Sinnhaftigkeit des Einsatzes von CAE individuell entschieden, z.B. sind einige unserer Anlagen in der Wafer-Industrie so speziell, dass der Einsatz von Comos keinen Sinn macht“, erklärte Schöler und stellte auch unmissverständlich klar, dass das CAE-System nicht die Geisel der Planer werden darf, sondern der Planer weiterhin die Hoheit hat. „Die Planung wird immer noch von den Ingenieuren geleistet und nicht von den CAE-Systemen!“ so sein Fazit.

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