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Stromerzeugung

MAN liefert Kraftwerksmotoren an größtes thermisches Kraftwerk in Nicaragua

| Redakteur: Alexander Stark

MAN Diesel & Turbo hat insgesamt acht Motoren vom Typ 18 V48/60 an das neue Kraftwerk „Planta MAN 140“ in Los Brasiles, Nicaragua geliefert und erfolgreich in Betrieb genommen. Die Motoren erzeugen 140 MW elektrischen Strom im größten Kraftwerk des Landes.

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Einer von insgesamt acht MAN 18 V48/60 Motoren bei der Ankunft in Los Brasiles.
Einer von insgesamt acht MAN 18 V48/60 Motoren bei der Ankunft in Los Brasiles.
(Bild: MAN Diesel & Turbo)

Augsburg —Das Unternehmen ist im Auftrag des Betreibers Alba Generación auch für das Engineering sowie für die Lieferung von Equipment, Stahlstruktur, Rohren und Elektrik verantwortlich. Mit einer Erzeugungsleistung von 140 MW ist Planta MAN 140 das größte und modernste thermische Kraftwerk Nicaraguas und hat einen Anteil von rund zwölf Prozent an der landesweit installierten Gesamtkapazität.

In unmittelbarer Nähe zur Hauptstadt Managua gelegen, ersetzt Planta MAN 140 ältere und weniger effiziente Dieselkraftwerke und gleicht Schwankungen bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ab. Die Motoren werden mit Heavy Fuel Oil (HFO) betrieben.

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Ausgleich von Schwankungen aus erneuerbaren Energiequellen

Nicaragua beabsichtigt bis 2020 90 % des elektrischen Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Bereits heute decken erneuerbare Resourcen 57 % des Strombedarfs, vor allem Wind- und Wasserkraft.Das Windaufkommen unterliegt allerdings erheblichen Schwankungen.

„Motorenkraftwerke sind ideal als Back Up für erneuerbare Erzeugung geeignet“, erklärt Thorsten Dradrach, Vertriebsleiter für das Kraftwerksgeschäft auf dem amerikanischen Kontinent bei MAN Diesel & Turbo. „Die Motoren können nicht nur innerhalb von 3-5 Minuten bis auf volle Last hochgefahren werden, sondern arbeiten auch im Teillastbetrieb effizient. Im Falle eines geringen Windaufkommens oder gar einer sogenannten ‚Dunkelflaute‘ generieren unsere MAN 48/60 Motoren hochflexibel und zuverlässig Energie, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen.“

Eine logistische Herausforderung stellte der Transport der Motoren vom Hafen in Corinto in das 156 Kilometer entfernte Los Brasiles dar. Bei Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius und erhöhter vulkanischer Aktivität mussten die acht Motoren mit einem Einzelgewicht von je 320 Tonnen mehr als 60 Brücken überqueren, von denen viele zunächst mit sogenannten Fly-Over-Brücken überspannt werden mussten.

Dokumentation über den Motorentransport

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