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Südafrika: Ergiebige Heliumquelle

Linde erschließt weitere Bezugsquelle für Helium

| Redakteur: Alexander Stark

Die Linde Group hat die Vereinbarung einer Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Anbieter von alternativen Energiequellen Renergen bekannt gegeben.
Die Linde Group hat die Vereinbarung einer Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Anbieter von alternativen Energiequellen Renergen bekannt gegeben. (Bild: Linde Group)

Die Linde Group hat die Vereinbarung einer Zusammenarbeit von Linde und dem Anbieter von alternativen Energiequellen Renergen bekannt gegeben. Der Auftrag umfasst den Ausbau des Free State Helium und Erdgasfelds bei Welkom in Südafrika und soll 2018 den Betrieb aufnehmen.

Welkom/Südafrika – Das 187.000 Hektar große Helium/Erdgasfeld in Virginia ist die erste Erdgasproduktionsstätte in Südafrika, die sich an Land befindet und verfügt über ein nachgewiesenes Vorkommen von 708 Millionen m3. Bei Helium handelt es sich um einen relativ selten vorkommenden Rohstoff, der oft in geringen Konzentrationen zusammen mit Erdgas eingeschlossen ist. Meist beträgt der Anteil bis zu 1 % des gewonnen Gases. Das im Free State Gasfeld vorkommende Erdgas hat allerdings einen Heliumanteil von 3 bis 4 %.

Gemäß den Vertragsvereinbarungen wird Renergen im Rahmen eines Abnahmevertrags mit Helium beliefern. Linde Global Helium erhält die Vertriebsrechte. Die Engineering Division der Linde Group wird dabei seine patentierte Extraktionstechnologie zur Verfügung stellen, um das Helium vom Erdgas zu trennen und anschließend zu reinigen, verdichten, verflüssigen und transportbereit zu lagern. Afrox, das afrikanische Tochterunternehmen von Linde ist für den Betrieb der Anlage und die Vermarktung der Heliums verantwortlich.

Wir haben uns zusammen mit Renergen sehr um die Entwicklung dieser einmaligen Heliumquelle bemüht und freuen uns auf den Lieferbeginn nach Inbetriebnahme der Anlage," sagt Nick Haines, der bei Linde für die weltweite Erschließung sowie den Bereich Helium und seltene Gase verantwortlich ist. "Zusammen mit unseren Heliumquellen in den USA, Qatar, Australien und Algerien stärkt diese Zusammenarbeit unsere Position als Lieferant mit Zugang zu stark diversifizierten Bezugsquellen für Helium."

Durch Nutzung schonender Fördertechniken war Renergen in der Lage, Bohrlöcher zu schaffen, die weit in die Tiefe reichen, um das Gasvorkommen zu erreichen und dabei nur minimale sichtbare oder umweltschädliche Auswirkungen auf das Gelände oberhalb des Vorkommens haben. Lagerstätten und Borlöcher sind durch komplexe Fördersysteme unterirdisch miteinander verbunden und münden direkt in der von Linde errichteten Prozessanlage für Erdgas und Helium.

Die Anlage von Linde ist auf dem neuesten Stand der Technik und ist so ausgelegt, dass sie sowohl den Energieverbrauch als auch die CO2 Emissionen, die bei herkömmlichen Extraktionsverfahren von Helium und Erdgas reduziert. Die modular aufgebaute Anlage wird für die schnellst möglichen Montage in Europa vorgefertigt und anschließend nach Free State transportiert.

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