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Hohes Investitionsvolumen
Aus Hanau-Wolfgang organisieren vier der sieben Evonik Chemie-Geschäftsbereiche ihr globales Geschäft. Nicht zuletzt die im Oktober 2010 abgeschlossene Verlagerung von Evonik Verwaltungs- und Serviceeinheiten von Frankfurt nach Hanau belegt die Attraktivität des Standorts.
Die Firmen investieren kräftig: Der Evonik-Geschäftsbereich Health & Nutrition optimiert die Logistik der Wirkstoffproduktion, um die Prozesse zu verbessern. Die Wirkstoffproduktion, in der unter anderem Vorstufen von Medikamenten gegen Krebs und Aids synthetisiert werden, gehört zu den wichtigsten Produktionsbereichen in Hanau-Wolfgang. Health & Nutrition verlagert außerdem Produktionsanlagen für aktivierte Metallkatalysatoren in den Industriepark, um hier weitere Spezialkatalysatoren zu fertigen. Die Auslastung bereits bestehender Anlagen steigt, Arbeitsplätze werden gesichert.
DeguDent hat die Produktion von Edelmetall-Legierungen im Industriepark konzentriert. Umicore erweiterte die Muster- und Prototypenfertigung seines Geschäftsbereichs Automotive Catalysts, ein Verwaltungsgebäude wurde aufgestockt.
Insgesamt summieren sich die Investitionen im Industriepark Wolfgang auf rund 86 Millionen Euro. „Mit den Projekten einschließlich des Zuzugs der Frankfurter Evonik-Bereiche mit ihren rund 750 Mitarbeitern und mit seinem stabilen Geschäft stärkt der Industriepark Wolfgang die Wirtschaftskraft Hanaus deutlich“, so Dr. Franz Merath.
Ingenieurdienstleistungen international stark nachgefragt
Kompetenz aus Hanau ist international begehrt. So sind die Ingenieurdienstleistungen derzeit besonders stark nachgefragt. Ihre Experten begleiten viele große Evonik-Investitionsprojekte. Darunter auch die in Singapur entstehende neue Großanlage für das Futtermitteladditiv Methionin. Der mit mehreren Dutzend Ingenieuren besetzte Planungsstab steuert das Projekt aus dem Industriepark heraus. Der bereits laufende Ausbau der Methioninanlage in Antwerpen wird ebenfalls begleitet. Inzwischen ist der Bedarf an Knowhow aus Hanau so groß, dass neue Ingenieure gesucht werden.
Geschäftsjahr 2011 läuft gut an
Zu den geplanten Ausbauschritten zählt IPW neben Wachstum mit spezialisierten Dienstleistungen die Ansiedlung neuer Unternehmen. Nach wie vor stehen dabei Firmen aus Spezialchemie, Materialwissenschaften und Pharma sowie Kooperationen mit wissenschaftlichen Institutionen im Fokus. Das am Standort etablierte Wissensnetzwerk einschließlich der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind dafür gute Voraussetzungen.
Die Betreibergesellschaft des Industrieparks Wolfgang erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz über Vorjahr (2009: 135 Millionen Euro). Bereits jetzt erzielt die IPW GmbH rund ein Drittel ihres Umsatzes mit Kunden außerhalb von Evonik. Merath: „Der Verbund der Site Services steigert unsere Wettbewerbsfähigkeit. Wir haben die Größe gewonnen, externes Geschäft verstärkt auszubauen.“
Der Ausblick für 2011: Das Geschäftsjahr läuft sehr gut an, die Produktionen sind gut ausgelastet und die Dienstleistungen der IPW stark nachgefragt. „Wir sind und bleiben für die Kunden der attraktive Servicepartner.“
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