Dosiertechnik

Gravimetrische Dosiertechnik: So sichern Sie den lückenlosen Produktionsnachweis

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Anschluss nach außen

Eine Integration ist nicht nur auf mechanischer Seite entscheidend. Für Visualisierung, Rezeptverwaltung und Komponentenübergabe, Materialbilanzierung, Störmeldungen sowie vorausschauende Wartung ist die Einbindung in übergeordnete Steuersysteme wichtig. „Der eigentliche Dosierprozess, der kurze, gleichbleibende Reaktionszeiten und präzise Stoppstellungen bei hohen Stellgeschwindigkeiten des Dosierorgans erfordert, läuft im Solids-Konzept in einer spezialisierten Steuerung und ist von unterschiedlichen und zu langen Anlagen-SPS-Schaltzeiten entkoppelt“, so Zinz.

Generell müssen einfache Verbindungen zu übergeordneten Steuerungen z.B. SPS via ModBus, Profibus, DeviceNet, Ethernet I/P geschaffen werden. Zu den wichtigsten Voraussetzungen gehört eine Steuerung, die schnell anspricht/regelt. Gewährleistet wird dies durch eine hohe Auflösung beim Analog/Digitalwandler und einer leistungsstarken CPU.

„Die Steuerung muss das Messsignal bewerten, Abweichungen erkennen, Alarm geben falls erforderlich, nicht ,überreagieren‘ (Filter), unempfindlich sein gegenüber Vibrationen und Störungen wie z.B. Änderung der Schüttgutdichte/Anzahl der Wiederbefüllungen“, führt Neye aus. Das Dosier- und Wägesystem Easydos Pro ist sowohl für Batch-Anwendungen, kontinuierliche gravimetrische Dosiergeräte (loss-in-weight) als auch für die Bandwaagensteuerung geeignet. Das Reglerkonzept Trend Tec gestattet das Betreiben einer Anlage auch ohne SPS.

Maximaler Automatisierungsgrad im Interesse des Betreibers

Bei der gravimetrischen Schüttgutdosierung in der Prozesstechnik mit Dosierdifferenzialwaagen und Dosierbandwaagen steht ein maximaler Automatisierungsgrad im ökonomischen Interesse des Betreibers. Hersteller von Automatisierungssystemen (SPS, Automatisierungssoftware) bieten im Rahmen ihrer Anlagensteuerungen integrierte Lösungen auch für die direkte Steuerung des Dosierprozesses an. Funktionsgarantien decken hierbei zwar die steuerungstechnischen Abläufe, jedoch nicht den eigentlichen Dosierprozess mit seinem komplizierten Zusammenwirken von Dosier-, Wäge- und Steuerungstechnik ab. Hersteller von gravimetrischen Dosiergeräten hingegen sind verständlicherweise nicht bereit, Funktionsgarantien für Dosiergeräte ohne eine optimal abgestimmte und getestete Steuerungstechnik aus eigenem Hause abzugeben. Die entsprechenden Risiken gehen damit zu Lasten des Anwenders.

Als Lösung des Problems bietet Brabender die neu entwickelte Nachfolgegeneration seiner volldigitalen Steuer- und Regelmodule ISC (Intelligent Signal Conditioner) unter den neuen Bezeichnungen ISC-CM plus (Steuermodul) und ISC-FC plus (Regelmodul mit Frequenzumrichter) an. Betriebsbereit parametriert und integriert in Brabender-Dosierwaagen bilden sie mit diesen intelligente Mechatronikeinheiten, die – in Ethernet- oder Feldbusverbindung – an nahezu jedes Automatisierungssystem angeschlossen werden können. Der Vorteil: Die eigentliche Steuerung und Regelung der Brabender-Dosierwaagen übernimmt die optimal abgestimmte Steuerungselektronik des Herstellers – Voraussetzung für einwandfreie Funktion, Betriebssicherheit und für die vom Anwender geforderte Funktionsgarantie.

* Die Autorin ist freie Mitarbeiterin bei PROCESS.

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