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Steigende Anforderungen an die Dosiergenauigkeit
So manches Produkt hat es in sich, besonders die präzise kontinuierliche Dosierung von mittel bis schwer fließenden Schüttgütern stellt eine große Herausforderung dar. „Die Genauigkeitsanforderungen an die Dosierung von Produkten selbst mit schlechtem Fließverhalten und bei niedrigen Durchsatzleistungen steigen. Außerdem müssen die Dosierwaagen optimal in die teilweise komplexen Gesamtprozesse integriert werden“, ist die Erfahrung von Christian Neye, Produktmanager bei Gericke, Rielassingen. Nicht selten müssen prozessbedingte Druckunterschiede und spezielle Betriebsweisen sowie externe Störeinflüsse beachtet und berücksichtigt werden. „Werden dann noch die Forderungen an Dosierkonstanz und Dosiergenauigkeit verschärft, kann sich die Gesamtgenauigkeitsanforderung wesentlich erhöhen“, so Neye.
„In der Großkomponentendosierung liegt die Herausforderung in der Dosiergenauigkeit bei großen Dosierleistungen bedingt durch kürzere Anlagentaktzeiten bei gleichzeitig förderunwilligen Schüttgütern“, erklärt Dieter Zinz, Entwicklungsingenieur bei S.S.T.-Schüttguttechnik, Landsberg. In der Kleinkomponentendosierung zählt die hohe Genauigkeit bei kleinen bis sehr kleinen Sollwerten. Meist handelt es sich um schlecht fließende, anhaftende, brückenbildende Wirkstoffe in einem industriellen Umfeld mit elektrischen und mechanischen Störfeldern.
„Die gravimetrische Dosierung erhält eine wachsende Rolle durch gesteigerten Wirkungsgrad der Zusatzstoffe und die fortschreitende Automatisierung bislang manuell durchgeführter Dosierungen. Vor allem Branchen wie Pharma, Food und teilweise Chemie setzen verstärkt auf die Mikrodosierung“, so Zinz.
S.S.T. hat als Reaktion auf diese gestiegenen Anforderungen das PreciDos-System entwickelt. Die Dosierschnecke PreciDos besitzt eine Feinstdosiereinrichtung mit einer eigenen, sehr schnellen Steuerung. Als Dosiereinheit im Verbund mit der Drehschalenwaage kommuniziert diese Steuerung direkt mit dem Wägeterminal über digitale E/A. So wird der komplette Dosierzyklus gefahren. Es wird keine SPS benötigt bzw. alle zeitrelevanten Schaltvorgänge sind von der SPS entkoppelt. Ein spezieller Impuls-Nachdosiermodus ermöglicht Kleinstmengenkorrekturen im Grammbereich. So ist z.B. mit der Solids PreciDos DN65 und der Solids Drehschalenwaage GSC20 bei einem kohäsiven Metallpulver, Schüttdichte 1,8 kg/dm³, eine Langzeitdosiergenauigkeit von ±1g erreichbar. Für Anwendungen in der Lebensmittelindustrie ist das Dosiergerät GMP-gerecht und FDA-konform ausgeführt.
Integration in den Gesamtprozess
Neben der Technologie zählt nach Aussage von Bruneo zudem die Kundenbeziehung. „Für den Kunden da sein und lösungsorientierte Vorschläge unterbreiten“, ist seine pragmatische Empfehlung. Dazu zählen Zuverlässigkeit, Einfachheit und Handhabung der Geräte, Kundenservice sowie weltweite Marktpräsenz (Service + Ersatzteile + Beratung).
Für Bruneo werden zudem Komplettlösungen aus einer Hand zunehmend wichtiger, um Insellösungen zu vermeiden und dem Partner mehr Prozessverantwortung zu übertragen, wobei gleichzeitig die Projektidentifikation gesteigert wird. „Hohe Priorität wird der Nachfüllung der Dosiergeräte gegeben, was ein wichtiger Faktor ist, um die einwandfreie Funktion zu gewährleisten, deswegen bietet K-Tron komplette Lösungen an“, ergänzt Bruneo.
„Die richtige Integration der Dosierwaage in eine Anlage ist die Grundlage für den Erfolg“, ist Neye überzeugt. Ein wichtiger Faktor ist die Kommunikation zwischen dem Dosiertechnik-Lieferanten, Anlagenplaner und Kunden. Hierbei können Schnittstellen detailliert geklärt werden. „Wie sieht in Bezug auf die Dosierwaage der vorgelagerte und nachgelagerte Prozess beim Kunden aus?“, ist für Neye die zentrale Frage.
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