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Geführte Mikrowellen und Quellen mechanischer Störsignale
Geführte Mikrowellen können auf Stutzen mit einem entsprechenden Flansch montiert werden. Allerdings erzeugen Stutzen Störsignale, die die Messleistung beeinflussen. Die meisten Hersteller liefern eine Tabelle empfohlener Stutzendimensionen, die eingehalten werden sollten. Störechos können durch lange, schmale Stutzen, durch sehr kleine oder sehr große Stutzen erzeugt werden, oder durch Installationen, bei denen die Sonde den Stutzen berührt. Weitere Störquellen können benachbarte metallische Objekte, gebogene Sonden oder Zentrierscheiben sein.
Lange, schmale Stutzen erzeugen Störsignale, weil die Änderung der Impedanz am Übergang von Stutzen zum offenen Tank ein starkes negatives Echo erzeugt. Besitzen die Stutzen eine Länge von weniger als 380 mm (15 in.), so ist es mitunter möglich, einige der Geräusche mit Funktionen wie Emersons „Nahzone-Trimmen“ (Trim Near Zone – TNZ) zu unterdrücken, doch es entsteht ein Energieverlust infolge der Störung durch den Stutzen. Das „Trimmen der Nahzone“ ist eine Firmware-Funktion, die die Leistung nahe des oberen Endes der Sonde optimiert und einige Einflüsse einer nicht optimalen Stutzeninstallation verringert.
Stutzen mit sehr großen Durchmessern (>25,4 cm bzw. 10") können auch die Ursache für Störechos sein, die durch Resonanzen innerhalb des Stutzens entstehen, was sich auf den gesamten Messbereich auswirken kann. In diesen Fällen ist es möglich, einen inneren Stutzen zu nutzen, um die Störsignale zu unterdrücken oder zu verringern.
Bezugsgefäße mit Flaschenhals werden für den Einsatz mit geführter Mikrowelle nicht empfohlen, da sie die Funktionalität beeinträchtigen, indem sie falsche Messwerte liefern. Problematisch ist auch die Nähe der Sonde zu metallischen Objekten, beispielsweise zu einem metallischen Stromgitter in einem Entsalzer-Behälter. Dies macht möglicherweise eine Neupositionierung des Messumformers oder die Installation eines Schwallrohres nötig – sofern die Anwendung dies erlaubt.
Kammern mit engen Durchmessern können ebenfalls das Ergebnis beeinflussen, speziell dann, wenn die Gefahr besteht, dass die Sonde die Seite der Kammer berührt. Probleme dieser Art können vermieden werden, indem ein zusätzliches Gewicht an der Sonde angebracht wird, oder dadurch, dass die Sonde am Kammerboden verankert wird, wodurch sie straff gezogen wird. Zentrierscheiben können über die gesamte Länge der Seilsonden angebracht werden, um einen Kontakt zwischen Seil und Schwallrohr zu verhindern. Allerdings reflektiert jede Zentrierscheibe einen kleinen Teil des Signals und produziert dadurch Störechos, die zu falschen Messungen führen können. Alternativ kann die Seilsonde auch durch einen anderen Sondentyp, z.B. die Koaxialsonde, ersetzt werden. Die Nutzung von Bezugsgefäßen mit größerem Durchmesser gibt flexiblen Sonden mehr Bewegungsfreiheit.
Was tun bei Überspannungen? Mehr über den Schutz von Radar-Geräten nach dem Prinzip der geführten Mikrowellen erfahren Sie auf der nächsten Seite.
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