Radar-Füllstandmessung

Geführte Mikrowelle: So vermeiden Sie Probleme bei Störsignalen und schlechten Installationspraktiken

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Die Software enthält Funktionen zur Betrachtung und Aufnahme der Echokurve sowie zur Konfiguration des Amplitudenschwellwertes. So erlauben Emersons Rosemount 3300/3500 und die neuen Wireless-Füllstandmessumformer der Serie 3308 die Einstellung der Schwellwerte sowie die Unterdrückung oder Ausblendung von Störsignalen, die im oberen Teil des Messbereiches vorhanden sein können.

Es werden verschiedene Amplitudenschwellwerte genutzt, um unerwünschte Signale auszufiltern und die verschiedenen Echos zu erfassen. Der Messumformer nutzt bestimmte Kriterien, um zu entscheiden, welche Art von Echo erkannt wurde. Einige Messumformer besitzen die „Messen und Lernen“-Funktion, die eine Amplitudenschwellwert-Kurve (Amplitude Threshold Curve – ATC) erstellt, welche alle störenden Echos ausfiltert. Die ATC kann auch von Hand bearbeitet werden, beispielsweise um zufällig auftretende Spitzen zu entfernen, falls weitere Feineinstellungen notwendig sind.

Geführte Mikrowelle und schwache Oberflächenreflexion

Bei einigen Anwendungen, beispielsweise bei solchen mit großen Messbereichen oder bei Anwendungen, in denen das Produkt eine sehr geringe Reflexion (eine geringe Dielektrizitätskonstante) erzeugt, ist das Echo von der Oberfläche zu gering, um erkannt zu werden. Um dieses Problem zu lösen, haben einige Hersteller verbesserte Elektroniken entwickelt, die es ermöglichen, eine zuverlässige Messung durchzuführen – selbst unter diesen Umständen.

So basiert beispielsweise die „Projektion des Sondenendes“ des Emerson Rosemount 5300-Messumformers auf dem Prinzip, dass, wenn die Oberfläche zu schwach ist, um erkannt zu werden, das Echo des Sondenendes genutzt werden kann, weil es (wie in der Echokurve zu sehen ist) weiter entfernt erscheint, als wenn der Tank vollständig leer wäre. Das liegt daran, dass die Geschwindigkeit des Messsignals durch das Produktmedium geringer ist als seine Geschwindigkeit durch Luft.

Die Oberfläche des Produktmediums kann dadurch bestimmt werden, dass die wahre Sondenendposition, wie sie sich aus der Sondenlänge ergibt, mit der scheinbaren Position des Sondenenden-Echos verglichen wird. Der Unterschied hängt von den Eigenschaften des Produktes ab – von der Dielektrizitätskonstanten und der Entfernung D, die das Messsignal durch das Produkt zurücklegt.

Was man gegen mechanische Störsignale tun kann, um die geführte Mikrowelle optimal zu betreiben, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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