Schalldämpfer

Gebläsetechnik – Wie Sie mit reaktiven Schalldämpfern kräftig Dezibel senken

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Reaktivschalldämpfer als Funkenfänger

Der reaktive Schalldämpfer wirkt in so einem Fall als sicherer Funkenfänger. So wie die Schlitzrohrkonstruktion im Inneren durch ständige Reflexion der Schallwellen dafür sorgt, dass sich diese quasi totlaufen, so werden auch glühend heiße Metallfunken so lange auf die Reise geschickt, dass sie im Reaktivschalldämpfer kalt zu Boden sinken und folglich nicht weiter in die Leitung vordringen können.

Bildergalerie

Ex-Schutz auf der einen Seite, die Verfügbarkeit der Gebläsetechnik mit langen Wartungsintervallen auf der anderen Seite: Während Verunreinigungen der Gebläseluft durch Filterpartikel in der Lebensmittelindustrie durchaus als ernstzunehmendes Problem erkennbar sind, mag dieser Effekt in der Abwassertechnik auf den ersten Blick als vernachlässigbar zu bewerten sein. Dem ist aber längst nicht so. Die Schwierigkeiten finden ihre Ursache nicht darin, dass Partikel ins Abwasser gelangen können. Viel gravierender sind die Verunreinigungen, weil sie die feinen Poren der Belüftungselemente verstopfen. Mit dem Ziel, die Luft möglichst feinperlig in die Belebungsbecken zu pumpen, haben die Poren den Durchmesser von Nadelspitzen. Daher muss die Luft auch hier nicht nur ölfrei, sondern frei von Partikeln sein.

Verstopfen die Belüftungselemente durch das sich sukzessive auflösende Dämmmaterial, müssen die Gebläse dagegen arbeiten. Der Kanalinnendruck steigt und die Energieeffizienz fällt. Dieser Effekt verläuft schleichend und sorgt dabei für eine kontinuierlich höhere Stromrechnung. Die Tabelle (siehe Bildergalerie) zeigt hierzu ein realistisches Rechenmodell mit einem angenommenen Druckanstieg von ebenfalls realistischen 20 Millibar über einen Betriebszeitraum von zehn Jahren.

Fazit

Moderne Gebläse und Verdichter sind heute mehr und mehr darauf ausgelegt, ihre Förderleistung mit maximaler Energieeffizienz zu erreichen. Entscheidend für den Wirkungsgrad ist aber nicht die eigentliche Verdichterstufe selbst, sondern das komplette System. Hierzu zählen Schalldämpfer genauso wie mögliche Filterelemente. Weil mit Absorptionsmaterial ausgekleidete Druckschalldämpfer einem natürlichen Verschleiß unterliegen, sind die damit verbundenen Wartungskosten sowie die Energiebilanz samt Lebensdauer der angeschlossenen Luftverteilungssysteme bei der Analyse der Lebenszykluskosten zu berücksichtigen.

* Der Autor arbeitet als freier Fachjournalist in Bodenwerder.

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