Fernwirk- und Automatisierungstechnik

Fernwirk- und Automatisierungstechnik schafft Transparenz

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Die digitalen Ein- und Ausgänge der Steuerungen aus dem Inline-Installationssystem sind flexibel erweiterbar und somit passend für jedes Bauwerk. Das Visualisierungssystem verfügt über eine integrierte Webserver-Anzeige. So können zu jeder Zeit von jedem beliebigen Ort die Stationen überwacht werden. Mit Ipatec stand Phoenix ein Systemintegrator zur Seite, der die Gesamtlösung betreute.

Fernüberwachung des Wassernetzes von Bukarest

Dass moderne Fernwirktechnik auch sehr große Netze zu beherrschen vermag, zeigt das Beispiel APA Nova Bucaresti (eine Tochter von Veolia Water): Das Unternehmen verwaltet Produktion, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser sowie die Abwasserentsorgung von Bukarest. Die Wasserversorgung beruht hauptsächlich auf der Wasserentnahme mittels Pumpen aus zwei Flüssen, die rund 20 km von Bukarest entfernt liegen. Aufbereitet wird das Wasser in drei Werken, das Wassernetz umfasst 188 km Überlandleitungen für Trinkwasser und 54 km Kanalleitungen für Rohwasser (beide mit Freispiegelgefälle), 620 ausgeschachtete Brunnen, 20 Behälter (mit einer Gesamtkapazität von 360.000 m3), sieben Druckerhöhungsanlagen (mit 52 Pumpensätzen) und 2800 km Trinkwasserverteilernetz unter Druck.

Angesichts der Ausmaße des Wassernetzes und der Anzahl hydraulischer Bauwerke ist die 2003 realisierte Fernwirktechnik eine Grundvoraussetzung für die Sicherheit und Optimierung der Wasserversorgung. 2006 beschloss APA Nova, zur Durchflussanalyse im Verteilernetz und zur Reduzierung von Lecks außerdem ein Zonenmesssystem einzuführen. Durch die Erweiterung des Fernwirksystems um Niederschlagsmessstationen und Abwassersammelbehälter wurde die Möglichkeit geschaffen, den Betrieb des Abwassernetzes zu überwachen und zu analysieren.

Die erste Phase des Fernwirkprojekts umfasste die Wasserentnahmestellen, die Aufbereitungsanlagen und die Druckerhöhungsanlagen der ersten Stufe. Die zweite Phase umfasste die Druckerhöhungsstationen (Hydrofores), die für die Wasserverteilung in den einzelnen Stadtvierteln zuständig sind. Über 120 Standorte werden über Fernwirkstationen von Lacroix Sofrel überwacht, von denen ein Teil mit SPS-Geräten kommuniziert. Die Datenfernübertragung erfolgt derzeit über Funk- oder GSM-Verbindungen und wird mittelfristig auf GPRS-Verbindungen umgestellt. Die Daten werden zur Auswertung und Darstellung in Form von Tabellen, Kurven und Übersichtsgrafiken von Leitständen übernommen und archiviert.

Pneumatik in der Wasser- und Abwassertechnik

Pneumatische Automatisierungstechnik reduziert die Investitions-, Installations- und Betriebskosten im Vergleich zu elektrischen Installationen teils um mehr als 50 %, rechnet Festo vor. Über ihre gesamte Lebensdauer hinweg bleiben pneumatische Antriebe wartungsfrei. Weiterer Vorteil: Die Druckluft steht auch bei Ausfall der elektrischen Energie zur Verfügung, da für die Erzeugung und Aufbereitung neben einem Kompressor immer auch ein Druckluftspeicher vorhanden ist.

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