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Industrieller 3D-Druck Evonik investiert in israelisches Software-Start-up

| Redakteur: Alexander Stark

Evonik Venture Capital investiert in ein israelisches Software-Start-up, das Industrieunternehmen bei der Einführung des 3D-Drucks unterstützt. Die Software von Castor Technologies prüft die Druckbarkeit eines Bauteils, das ideale Druckmaterial und ermittelt Produktionskosten sowie Vorlaufzeiten.

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Castor mit Sitz in Tel Aviv wurde 2017 von Omer Blaier, Elad Schiller und David Calderon gegründet.
Castor mit Sitz in Tel Aviv wurde 2017 von Omer Blaier, Elad Schiller und David Calderon gegründet.
(Bild: Castor Technologies)

Essen – Die Software-Lösung von Castor Technologies hilft Herstellern bei der Entscheidung, ob und wie sie 3D-Druck auf ihre Produktionsprozesse anwenden können. Durch die Investition in dieses Start-up will Evonik künftig die Möglichkeit erhalten, auch Dienstleistungen anzubieten, die Kunden erlauben, die Druckbarkeit ihrer Bauteile zu testen.

Die Beteiligung ist die zweite Investition des Spezialchemiekonzerns in Israel, einem der aktivsten Start-up-Ökosysteme der Welt. In diese Partnerschaft will das Unternehmen seine Expertise im Bereich Druckmaterialien einbringen und den Partner dabei unterstützen, die Software als Plattform für eine Vielzahl von Branchen zugänglich zu machen. Mit der Software haben Kunden die Möglichkeit, die Bauteile zu identifizieren, die mit Materialien wie Hochleistungspolymer-Pulvern und Filamenten gedruckt werden könnten. Evonik bietet zudem eine breite Palette von Additiven an, mit denen die Materialeigenschaften verändert werden können, etwa um Fließeigenschaften eines Materials zu verbessern oder das fertige Teil robuster zu machen.

Durch die Software wird nach den Worten von Thomas Große-Puppendahl der großflächige Einsatz des 3D-Drucks im kommerziellen Maßstab möglich. Der Leiter des Innovationswachstumsfeldes Additive Manufacturing bei Evonik ist sich sicher, dass sein Unternehmen dadurch bessere Einblicke in die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden bekommt.

Castor mit Sitz in Tel Aviv wurde 2017 von Omer Blaier, Elad Schiller und David Calderon gegründet. Kunden sind Maschinenbauer aus der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und der Logistik, die bislang traditionelle Produktionsmethoden wie Spritzguss anwenden.

Die Software des Start-ups ist eine Ergänzung zu CAD-Lösungen (Computer Aided Design). Kunden können mithilfe ihrer vorhandenen CAD-Datei große Baugruppen oder mehrere Einzelteile gleichzeitig analysieren lassen. Die Software führt eine umfassende technische und wirtschaftliche Analyse durch. So lässt sich ermitteln, ab wann Additive Manufacturing gegenüber traditionellen Herstellungmethoden wirtschaftlich ist. Anhand einer Kostenanalyse kann der Kunde dann entscheiden, ob der 3D-Druck eine für ihn geeignete Fertigungsmethode ist, die Kosten und Zeit spart.

Zu den Investoren der aktuellen Finanzierungsrunde zählen neben Evonik auch die Chartered Group sowie TAU Ventures, der Venture-Arm der Universität Tel Aviv.

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