Neues Laborgebäude Evonik eröffnet Innovationscenter für Entwicklung von PU-Spezialadditiven

Redakteur: Alexander Stark

Mit einem neuen Laborgebäude zur Entwicklung von Polyurethan-Spezialadditiven (PU) am Standort Essen Goldschmidtstraße will Evonik seine Position in der PU-Industrie weiter ausbauen.

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(v.l.n.r.): Kai-Oliver Feldmann, Global Technical Manager Advanced Polyurethanes; Lauren Kjeldsen, President Specialty Additives Division; Patrick Muhlack, Leiter Standort Essen Goldschmidtstraße; Dr. Ralph Marquardt, Leiter PU-Additivgeschäft
(v.l.n.r.): Kai-Oliver Feldmann, Global Technical Manager Advanced Polyurethanes; Lauren Kjeldsen, President Specialty Additives Division; Patrick Muhlack, Leiter Standort Essen Goldschmidtstraße; Dr. Ralph Marquardt, Leiter PU-Additivgeschäft
(Bild: Nielinger Christian/Evonik)

Essen – Ende Oktober hat Evonik ein 400 m2 großes Labor eingeweiht. Dort forscht das Unternehmen an der Entwicklung leistungsfähiger und umweltfreundlicher Spezialadditive und Prozesshilfsmittel für verschiedene PU-Anwendungen. Der Fokus liegt dabei auf wachstumsstarken Anwendungsgebieten wie der Herstellung von umweltfreundlichem Kunstleder, emissionsarmen Katalysatoren für hochwertige Beschichtungen und Klebstoffe, haltbaren und bequemen Schuhsohlen sowie emissionsoptimierten Trennmitteln für Formschäume und Elastomere. Dr. Ralph Marquardt, Leiter des PU-Additivgeschäfts von Evonik erklärte: „Diese Investition ermöglicht uns, den sich permanent ändernden Markt- und Umweltanforderungen unserer Kunden durch nachhaltige Additivlösungen gerecht zu werden.“

Die Spezialadditive und Prozesshilfsmittel des Herstellers machen etwa die Herstellung von Kunstleder umweltfreundlicher – sie ermöglichen die Verwendung von Wasser statt organischen Lösungsmitteln im Produktionsprozess. Ein weiteres Anwendungsgebiet, an dem die PU-Experten im neuen Laborgebäude arbeiten, sind umweltfreundliche Katalysatoren für PU-Schaumstoffe sowie Elastomere, also Materialien mit gummiartigen Eigenschaften. Sie werden zur Herstellung von Hochleistungs-PU-Materialien eingesetzt, die unter anderem elektronische Bauteile in Mobiltelefonen vor Erschütterungen schützen. Sie verhindern auch das mechanische Versagen einzelner Komponenten in einer Elektroautobatterie während des Auflade- und Entladevorgangs. Zudem verbessern die Additive und Prozesshilfsmittel von Evonik die Langlebigkeit, Optik und den Tragekomfort von PU-Schuhsolen.

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