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Breiter Einsatz von Wireless-Komponenten
In einem konkreten Fall konnten, verglichen mit einer Hart-Verkabelung, 44% der Messstellen drahtlos an das System angeschlossen werden. Redundante Funkeinheiten sammelten dabei die Signale von mehr als 2600 Messstellen ein. Tätigkeiten wie Erstellen von Verkabelungsdiagrammen oder die Einrichtung von Schaltschränken oder Kabeltrassen-Design sind für diesen Teil nicht mehr notwendig gewesen. Zornio betont, dass „die neue DeltaV-Version v11 bedeutende Verbesserungen der I/O-Prozesse, Bediendisplays, Asset-Management-Funktionen, Batchfähigkeit und Sicherheit aller Systeme bietet. Die Kombination dieser Fähigkeiten reduziert die Projektkomplexität, eliminiert unnötige Arbeiten und beschleunigt die Inbetriebnahme des Systems.“
Obwohl Hardware und „I/O on demand“ der S-Serie die Hauptinnovationen des neuen DeltaV-Systems darstellen, bietet diese Version weitere neue Funktionen. Dazu gehören ein neues Set visuell orientierter Bediendisplays, die die Arbeitsweise von Bedienern durch übersichtliche und schnelle Erkennung von Warnmeldungen und den schnellen, rechtzeitigen Zugriff auf die zum Verständnis dieser Meldungen benötigten Informationen verbessern. Die AMS-Suite Software für vorausschauende Wartung ist nun auf jedem DeltaV-System installiert, um das nahtlose Zusammenwirken der integrierten Asset-Fähigkeiten zu ermöglichen.
Analog zu digital mit einem Klick
Weitere Vorteile bieten sich laut Zornio durch Electronic Marshalling, einer neuen Technologie, die zwei Drittel der Kabel und Anschlüsse, die in den heutigen Schaltschränken zu finden sind, eliminiert. Dies wird durch den neuen Einzelkanal „CHARacterisation ModuleS (CHARMS)“ ermöglicht. CHARMS übertragen I/O-Daten über den Ethernet-Backbone an ein beliebiges DeltaV-Steuermodul. Diese elektronische Kommunikationsmethode eliminiert die Notwendigkeit, I/O-Kanäle mit den I/O-Platinen bestimmter Steuermodule verkabeln zu müssen. „Unsere Innovation kann die Anwendererfahrung dramatisch verbessern, da sie Integrität und Flexibilität auf der Ebene einzelner Kanäle - und nicht der I/O-Platine - bietet. Diese Vorteile verbessern die Anlagenverfügbarkeit und vereinfachen die Entwicklung und Implementierung von Projekten“, sagt Zornio.
Neben der Vereinfachung normaler Projektaufgaben besteht ein weiterer Vorteil des Electronic Marshalling bei Änderungen in einer Anlage. Während eine neue I/O-Verkabelung im Schaltschank im Rahmen eines geänderten Prozessdesigns während der Projektdurchführung und der Bauphase bei herkömmlicher Projektierung einen beträchtlichen Zeit- und Kostenaufwand verursacht, werden diese Änderungen durch die DeltaV-Hardware der S-Serie mit Electronic Marshalling vereinfacht und Neuverkabelungen eliminiert. Bei dem vorgestellten Emerson-Ansatz werden die Feldkabel einfach angeschlossen, die CHARM-Module eingesteckt und die Signale elektronisch bereitgestellt. Durch problemlose Anpassung an Änderungen mittels Electronic Marshalling werden Hersteller von Prozessanlagen in die Lage versetzt, Projektlaufzeiten zu verkürzen, Änderungen zu einen späten Zeitpunkt im Projektzyklus durchzuführen und die I/O- und Bereitstellungsverfahren für den Prozess dramatisch zu vereinfachen. „Diese späte Einbindung von Prozessänderungen bietet eine beispiellose Anpassungsfähigkeit und kann dazu beitragen, kostspielige Änderungsaufträge in letzter Minute zu vermeiden“, ist Zornio vom Erfolg der neuen Module überzeugt und nennt Zahlen eines bereits erfolgten Installation. Demnach wurden mehr als 15.000 verdrahtete Messpunkte eingebunden. Die Anzahl der Schaltschänke (-50%), die Stellfläche (-40%) und die interne Verkabelung (-90%) konnte deutlich verringert werden.
(Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wie auch analoge Geräte fit gemacht werden für Diagnose-Funktionen.)
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