Hygienegerechtes Planetengetriebe

Ein neuentwickeltes hygienegerechtes schafft neue Freiheiten für Pharmamaschinenbauer

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Damit Schmutznester gar nicht erst entstehen

Bereits bei der Entwicklung von Hygienedesign-Produkten wie der neuen Getriebebaureihe greifen die Gestaltungsanforderungen, wie sie in der B-Norm DIN EN ISO 14159:2008-07 für Maschinen mit Hygienerisiken generell und in der C-Norm DIN EN 1672-2: 2005+A1 speziell für Nahrungsmittelmaschinen festgelegt sind.

Die gesetzlichen, hygienerechtlichen Vorgaben, die neben der Maschinenrichtlinie und den EHEDG-Empfehlungen bei der Markteinführung und Inverkehrbringung von Produkten maßgeblich sind, sind die VO 1935/2004/EG über Materialien und Gegenstände, die bestimmungsgemäß mit Lebensmitteln in Berührung kommen.

Das Gehäuse der Planetengetriebe im Hygienedesign besitzt mindestens Schutzart IP 67 und ist komplett in dem extrem widerstandsfähigem Edelstahl 1.4404 / AISI 316L ausgeführt. Der kohlenstoffarme Edelstahl weist eine exzellente Beständigkeit auf gegen chlorhaltige Medien wie Desinfektionsmittel auf Hypochlorit-Basis oder chloralkalische Schaumreiniger, deren oxidative Komponente verstärkt auf Materialien einwirkt. Zudem fördert der Werkstoff, der für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen ist, die natürliche Absterberate von Bakterien und anderen Mikroorganismen auf seiner Oberfläche.

Durch das Elektropolieren werden die Anhaftungsmöglichkeiten für Produktreste minimiert und gleichzeitig das rückstandfreie Abwaschen und Ablaufen von Reinigungs- und Desinfektionsmittel erleichtert. Die zulässige Oberflächenrauheit liegt bei Rz 8, wie sie im Lebensmittelumfeld gefordert wird, bzw. bei Bedarf bei Rz 4, wie sie in der Pharmaindustrie üblich ist. Das aufgelaserte Typenschild ist ein weiteres Detail, das den Aufbau abrundet.

Für den Einsatz im Nassbereich der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaherstellung wurde auch die Dichtungstechnik neu entwickelt. Die motor- wie auch die abtriebsseitig verwendeten Dichtungen bestehen aus einem reaktionsträgen, medien- und hitzebeständigen Werkstoff. Für den Wellendichtring kommt PTFE (für: Polytetrafluorethylen) – vielen besser bekannt als Teflon – zum Einsatz. PTFE ist für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen und dank der hervorragenden Oberflächeneigenschaften und seines Antihaft-Verhaltens konform zu den Vorgaben der EHEDG. ●

* Der Autor ist Produktmanager bei der WITTENSTEIN alpha GmbH, Igersheim.

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