Kalibriermanagement

Effizient Kalibrieren, so klappt´s

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Wo wird´s kritisch?

Heute haben sich mehrere Modelle zur Bewertung der Kritikalität durchgesetzt (Tabelle). Diese ordnen die gesamte installierte Basis an Messstellen den unterschiedlichen Kategorien zu. Geräte der höchsten Kategorie sind kritisch, d. h. sie werden nur nach Vorliegen des Werkskalibrierzertifikates vom Hersteller eingebaut, dann innerhalb eines definierten Zeitraums vor Ort erstkalibriert und in regelmäßigen Intervallen rekalibriert.

Innerhalb der kritischen Geräte kann noch zwischen Einfluss auf Qualität, Prozess und Sicherheit/Umwelt differenziert werden. Dies schlägt sich vor allem in einer Anpassung des Kalibrierintervalls nieder. Qualitätskritische Messstellen werden heute mit Kalibrierzyklen von drei bis zwölf Monaten bewertet. Bei den als unkritisch eingestuften Messstellen geht die Praxis je nach Modell stark auseinander. Mal wird erst- und rekalibriert, mal nicht. Mal wird aktiv die Funktion kontrolliert, mal reaktiv. Kann der Betreiber bei diesen Messstellen Auswirkungen auf Produktqualität oder Prozesssicherheit ausschließen, ist auch der Verzicht auf regelmäßige Kalibrierung argumentierbar gegenüber externen Auditoren.

Durchführung – durch wen?

Bei der Organisation und der eigentlichen Durchführung der Kalibrierungen stellt sich dem Betreiber zunächst die grundsätzliche Frage „Make or Buy?“ – also nach der Entscheidung, dies mit eigenem Instandhaltungs- und Kalibrierpersonal durchzuführen, oder externe Dienstleister damit zu beauftragen. Fällt die Entscheidung für „selber machen“, muss in ausgebildetes Personal investiert werden, es müssen SOPs (Standardarbeitsanweisungen) für die Durchführung erstellt, Kalibrierequipment angeschafft und im Prüfmittelmanagement verwaltet werden.

Vorteil durch Auslagerung

Einer der Vorteile ist jedoch die Möglichkeit der flexiblen Terminierung der Kalibrierungen entlang der Prozessgegebenheiten und -erfordernisse. Eine externe Vergabe basiert oft auf der Grundsatzentscheidung, sämtliche Prozesse, die nicht zur Kernkompetenz gehören, auszulagern. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen können durch komplette Auslagerung profitieren, weil sie dann kein eigenes Prüflabor mit dem dazugehörigen Prüfmittelbeauftragten bereitstellen müssen. Somit entfällt der interne Prüfaufwand der eigenen Ausrüstung.

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