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China, Deutschland, USA – Drei Nationen im Neugier-Duell
Aufgeschlüsselt nach Ländern ergibt sich, dass China den niedrigsten Neugier-Index hat (68,6), während die USA mit 70,4 nahezu exakt dem Mittelwert entsprechen. Die Deutschen stellen mit einem Index-Wert von 71,9 die neugierigsten Arbeitnehmer. In der Abbildung ist aufgeschlüsselt, wie sich die Neugierde der Befragten in den einzelnen Ländern auf die drei Neugier-Level verteilt.
Wissbegierige Millenials und überraschende Generation Z
Ein überraschendes Ergebnis brachte die Studie beim Vergleich zwischen den Generationen. Zunächst steigt – wie man es erwarten würde – der Neugier-Index: von 69,9 bei der älteren Generation der „Baby-Boomer“ aus den 1950er und 60er Jahren über 70,1 für die Generation X (1966-1980) bis auf 72,2 bei den jüngeren Millenials der 80er und 90er Jahre. Die jüngste abgefragte Generation (ab 1995 geborene) hat allerdings einen deutlich geringeren Neugierigkeitsindex von lediglich 66,5. Sie sind somit am wenigsten neugierig von allen Befragten. Ob dies ein Phänomen der Generation oder des Alters der Befragten ist, müssen zukünftige Studien klären.
Zwei Branchen sind etwas abgeschlagen im Neugier-Vergleich
Da Neugier ein wesentlicher Antrieb für neues Wissen ist, verwundert es nicht, dass im Bereich Forschung und Entwicklung der höchste Neugier-Index (74,8) ermittelt wurde. Auch in technologie- und produktionsnahen Branchen sind die Arbeitnehmer besonders neugierig (Indexwerte 71,9 und 71,5). Im Gesundheitswesen und der Öffentlichen Verwaltung gibt es hingegen noch viel Verbesserungspotenzial. Dort ist die Neugier mit einem Indexwert von 68,1 bzw. 66,9 vergleichsweise niedrig.
Ein möglicher Grund für die geringe Neugier im Verwaltungssektor könnte ein Mangel an Kreativität sein. So ist nur jeder vierte Arbeitnehmer dort der Meinung, dass die eigene Organisation kreative Mitarbeiter einstellt. Zudem gibt nur ein Drittel der Befragten an, genug Zeit für eigene Ideen eingeräumt zu bekommen.
Groß oder klein – welches Unternehmen ist neugieriger?
Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen hat, desto größer ist die Neugier der Angestellten – zumindest ist das die generelle Tendenz, die in der Neugier-Studie herauskam. In Großunternehmen erhalten Arbeitnehmer der Studie zufolge mehr Unterstützung beim Verwirklichen eigener Ideen und werden stärker dahingehend gefördert.
Ebenfalls mit zunehmender Unternehmensgröße wachsen aber auch Barrieren und Hindernisse: Zeitmangel, weniger Eigenständigkeit und erschwerte Kommunikation mit Kollegen außerhalb des eigenen Teams beklagen mehr Befragte in großen Unternehmen als in kleinen Betrieben.
Eine eigene Konferenz zur Förderung von Neugier: 2018 veranstaltete Merck die erste „Curious-Konferenz“. Vom 13. bis 15. Juli 2020 soll die nächste Konferenz stattfinden. Mehr Infos dazu auf www.curious2020.com.
Erste Curious-Konferenz von Merck
Wissenschaftskonferenz: Drei Tage Neugier
Interaktives Neugier-Training und Neugier-Selbsttest
Neugierig ist jeder Mensch von Natur aus. Die aktuelle Studie von Merck zeigt aber, dass diese Eigenschaft durchaus unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Um die eigenen Potenziale besser nutzen zu können, hat Merck ein virtuelles Neugier-Training eingerichtet (englisch). Auf der interaktiven Webseite können Sie Übungen für die vier verschiedenen Neugier-Dimensionen auswählen und sich so für das Thema stärker sensibilisieren.
In welchen Bereichen sich das Training besonders lohnt, können Sie mit dem Neugier-Selbsttest herausfinden. Dieser ermittelt mit einigen Fragen welche der Vier Neugier-Dimensionen bei Ihnen ausgeprägt sind.
Wenn Sie nun neugierig auf mehr sind, können Sie die Ergebnisse der Neugier-Studie 2018 als pdf einsehen oder Sie besuchen den interaktiven Neugier-Report.
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