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Emissionshandel Die Monitoring-Verordnung (MVO) umsetzen – ganz einfach

| Autor / Redakteur: Thomas Kaufmann / Dr. Jörg Kempf

Lesen Sie, wie ein Lösungspaket aus Messtechnik, Kalibrierdienstleistungen und Messunsicherheitsbetrachtung am Emissionshandel beteiligte Betriebe unterstützt –denn mit Inkrafttreten der Monitoring-Verordnung (MVO) der EU-Kommission und der darin geforderten „Bestimmung von Tätigkeitsdaten“ haben sich auch die Anforderungen an Messsysteme und deren Messgenauigkeit verschärft.

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Verifikationen können durchgeführt werden, falls Messstellen nicht kalibriert werden können.
Verifikationen können durchgeführt werden, falls Messstellen nicht kalibriert werden können.
(Bild: Endress+Hauser)

Die Herausforderung ist bekannt: Kohlendioxid (CO2) verstärkt den Treibhauseffekt und trägt zur globalen Erderwärmung bei. Es gilt, Emissionen zu vermindern. Mit Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls hat sich die EU verpflichtet, aktiv dazu beizutragen – angestrebt ist eine Reduktion um 20 % bis zum Jahr 2020, verglichen mit 1990.

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Der Emissionshandel fordert von den Unternehmen die kontinuierliche Überwachung und Ermittlung des CO2-Ausstoßes. Ein weiterer Baustein ist die jährliche Emissionsberichterstattung: Betreiber emissionshandelspflichtiger Anlagen müssen ihren Ausstoß seit Januar 2013 entsprechend der Monitoring-Verordnung (MVO) der EU-Kommission [1] und Anhang 2 des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes (TEHG) [2] ermitteln und in anlagenspezifischen Überwachungsplänen beschreiben.

Qualitätssicherung für Messsysteme

Durch regelmäßige Überprüfungen müssen Anlagenbetreiber nachweisen, dass die Unsicherheitsschwellwerte der verschiedenen Ebenen für die Tätigkeitsdaten eingehalten werden. In der Praxis hat das unmittelbare Auswirkungen auf die Qualität der Messungen und deren bestimmungsgemäßen Einsatz sowie die kontinuierliche Überprüfung der eingesetzten Überwachungsmethoden, einhergehend mit der Qualitätssicherung für die Messgeräte (Kalibrierung, Justierung, Prüfung).

Ein Leitfaden der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) [3] unterstützt bei der Erstellung der Überwachungspläne. Ein Augenmerk richtet sich auf die Auswahl geeigneter Messinstrumente für die relevanten Stoffmengen, die Unsicherheitsbewertung von kalibrierten Messgeräten sowie zu treffende Verbesserungsmaßnahmen bei Abweichungen von den MVO-Vorgaben.

So heißt es konkret in der Ergänzung des Leitfadens [4]: „Das Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung der Überwachung wird mit den neuen Regelungen des Artikels 69 MVO konsequenter als bislang verfolgt. Der Anlagenbetreiber muss nun regelmäßig seine Überwachungsmethoden überprüfen, wenn sie nicht die regulären Vorgaben der MVO erfüllen oder wenn die sachverständige Stelle im Prüfbericht zum jährlichen Emissionsbericht Überwachungsmängel feststellt oder Verbesserungen der Überwachungsmethode empfiehlt.“

Was beinhaltet das „MVO-Lösungspaket“ von Endress+Hauser genau? Weiterlesen …

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