Interpack 2014

Der Prototyp der schaltschranklosen TLM-Maschine

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Die erste TLM-Pickerlinie mit 3D-Scanner hat ihre Feuertaufe bei einem belgischen Süßwarenhersteller bereits hinter sich. Bei den Produkten handelt es sich um Gebäck. Der eingesetzte 3D-Scanner mit einer Länge von 1200 mm verfügt über sieben Zeilenkameras und sechs Lichtprojektoren im Abstand von 100 mm. Damit erreicht er eine Höhenauflösung von 0,5 mm in einem Messbereich von 60 mm Höhe. Bei dieser Anwendung kam es besonders darauf an, trotz der Krümel und vor allem der Schokoladenreste auf dem Transportband die Erkennung der Produkte sicherzustellen.

Mit Bildverarbeitungsystemen hat Gerhard Schubert mittlerweile 30 Jahre Erfahrung. Bereits seit 1996 setzt Schubert Liniensensoren für das Vision-System ein. Das erste Gerät war ein Durchlichtscanner.

Es folgten der Auflichtscanner und der Farbauflichtscanner – alles Gerätetypen die nachwievor eingesetzt werden, da sie sich wie alle TLM-Systemkomponenten in das modulare Maschinenkonzept des Unternehmens einfügen.

Die Entwicklung des 3-D-Scanners basiert auf dem stereoskopischen Ansatz, das heißt der Scanner nimmt von jedem Produkt zwei Ansichten aus verschiedenen Sichtwinkeln auf. Das berechnete Höhenprofil beinhaltet die Höhe jedes in beiden Ansichten erfassten Punktes im Raum. Das Transportband stellt dabei die Null-Höhe dar. Der Schubert 3D-Scanner ist also ein Stereo-3D-Scanner. I

Im Sinne der modularen Bauweise werden mehrere Farbzeilensensoren in einem definierten Abstand nebeneinander angeordnet. Die Sichtfelder der Farbzeilensensoren ragen jeweils bis zur optischen Achse der beiden benachbarten Sensoren links und rechts heraus. Jeder physikalische Punkt der Produkte, aber auch des Transportbands, der von zwei benachbarten Sensoren gesehen wird, trägt unmittelbar zur Erstellung des Höhenprofils der Szene bei. Aus dem Höhenprofil rekonstruiert das Vision System anschließend die 3D-Bilder.

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