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Augmented Automation Datenbrillen bringen Augmented Reality in die Automatisierung

| Redakteur: Dominik Stephan

Schnellerer Service, höhere Verfügbarkeit und geringere Kosten durch die intelligente Kombination von Web-Portal und Smart Glasses: Die neue Lösung „Augmented Automation“ verbindet Fachleute von Maschinen- und Anlagenbauern mit ihren Kollegen aus Service und Instandhaltung. So kommt das Internet der Dinge in die Anlage.

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Mit der Datenbrille durch die Anlage: Smart Glasses und Augmented Reality sollen die Instandhaltung unterstützen. (Bild aus Bürkle Produkvideo)
Mit der Datenbrille durch die Anlage: Smart Glasses und Augmented Reality sollen die Instandhaltung unterstützen. (Bild aus Bürkle Produkvideo)
(Bild: Alexander Bürkle)

Vier Augen sehen mehr als zwei. Auch über eine Distanz von tausend Kilometern? Genau das verspricht das Konzept der „Augmented Automation“, in dessen Mittelpunkt Datenbrillen und Smart Glasses stehen.

Allerdings ist Augmented Automation keine reine Hardware-Lösung: Die IoT-Neuentwicklung von Essert (vertrieben durch den Industriedienstleister Alexander Bürkle) besteht aus der Datenbrille und dazugehöriger IT samt den Applikationen. In der Praxis kann ein Service-Techniker in der Anlage sich mit der Datenbrille authentifizieren und über ein zentrales Portal per Audio- und Videoverbindung mit einem Spezialisten im Unternehmen, der die individuelle Anlagen-Konfiguration kennt, kommunizieren. Dieser sieht und hört, was der Kollege vor Ort macht und kann, um ihn zu unterstützen, Schaltpläne oder andere Hinweise in die Brille senden.

Automatisierung mit verteilten Rollen

Aktuell werden dafür Smart Glasses von Vuzix eingesetzt, wobei eine Portierung auf andere Hardware kein Problem darstellt, wie die Entwickler versichern. Das Herz der Lösung ist ohnehin virtuell: Das webbasierte „Augmented Portal“ wird zentral gehostet, so dass der Anwender keinen Server verwalten muss.

Über das Portal läuft die gesamte Kommunikation – hier werden die Smart Glasses und sämtliche Anbindungen konfiguriert und die Zugriffsrechte verwaltet. Die Hierarchie sieht folgende Rollen vor: Administrator, Supporter und Operator. Das Vorgehen orientiert sich also an üblichen Standards, der Schulungsaufwand ist daher gering.

Wie funktionieren Augmented Applications?

Je nach Anforderung stehen verschiedene Anwendungslösungen bereit, „Augmented Applications“ genannt. Das oben geschilderte Beispiel entspricht der Anwendung „Augmented Support“: Der Anwender vor Ort nutzt die Fernunterstützung durch den live zugeschalteten Experten via Smart Glasses. Andere Anwendungen ermöglichen zum Beispiel die Kommunikation von Smart Devices mit Anlagen- oder Maschinensteuerungen oder die automatisierte Generierung von Schulungs- und Instandhaltungsvideos.

Über das Portal können alle verfügbaren Applications für die jeweilige Hardware nach Bedarf und modularisiert freigeschaltet werden. Somit bleibt der Einsatz der Smart Glasses speziell auf den Anwendungsfall zugeschnitten und damit überschaubar für die tägliche Arbeit. Neu entwickelte Applikationen erscheinen automatisch im Augmented Portal und können zu jeder Zeit auch nachträglich freigeschaltet werden.

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