Länderreport Portugal

Chemiebranche fängt sich langsam

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Außenhandel Portugals

Die Chemieindustrie Portugals ist stark von Importen abhängig: Die Einfuhren übertrafen mit rund sieben Milliarden Euro (+8,3 Prozent) im Zeitraum Januar bis Oktober 2011 die Ausfuhren um mehr als das Doppelte. Einige Positionen verzeichneten dabei deutliche Zuwächse gegenüber der Vorjahresperiode. Hierzu zählten anorganische Chemikalien (+35,1 Prozent), organische Chemikalien (+17,0 Prozent) sowie Kunststoffe (+11,7 Prozent). Die Importe von Kosmetika (-5,1 Prozent), Arzneimitteln (-2,9 Prozent) und Düngemitteln (-11,3 Prozent) waren dagegen rückläufig.

Ein etwas anderes Bild ergab sich bei den Einfuhren aus Deutschland: Hier war die Nachfrage bei einigen Positionen bereits 2010 um über 100 Prozent gestiegen. Dieser Trend setzte sich 2011 fort. Anorganische Chemikalien legten von Januar bis Oktober 2011 um 102 Prozent zu. Auch bei der Position "Verschiedene Erzeugnisse der chemischen Industrie" konnten die Bezüge von Produkten aus deutscher Herstellung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 114 Prozent anziehen. Kunststoffe und Kunststoffprodukte (+12 Prozent), Parfum und Kosmetika (+11,1 Prozent), Gerb- und Bleichmittel (+8,3 Prozent) sowie Düngemittel (+8,3 Prozent) wuchsen ebenfalls.

Die Importe von Pharmaprodukten aus Deutschland, 2010 noch für ein zweistelliges Plus verantwortlich, brachen indes um 3 Prozent ein. Deutschland wird auch 2011 Hauptlieferland von Chemieprodukten sein, mit einem Anteil von rund 16 Prozent. Gleichzeitig ist es zweitgrößtes Abnehmerland (Anteil 2010: 12,1 Prozent) portugiesischer Chemieexporte hinter Spanien (32,0 Prozent) und vor Frankreich (10,5 Prozent). Die Hauptexportprodukte des Landes entsprechen weitgehend denjenigen der Einfuhrseite: Kunststoffe und Kunststoffprodukte, Pharmazeutika und organische Chemikalien.

Geschäftspraxis in Portugal

Im innergemeinschaftlichen Warenverkehr der EU sind die Regelungen des Umsatzsteuer-Kontrollverfahrens in der EU zu beachten. Informationen hierzu sind auf der Internetseite des Bundeszentralamts für Steuern zu finden. Hinsichtlich der Normierung gelten die einschlägigen EU-Richtlinien. Siehe hierzu zum Beispiel die Website des Deutschen Instituts für Normung e.V.. Informationen über Zulassungsverfahren von Chemikalien gibt der Fachverband APEQ.

Portugals Chemieunternehmen sind der internationalen "Responsible Care"-Initiative der chemischen Industrie für verantwortliches Handeln verpflichtet. Sie steht für den Willen, die Bedingungen für den Schutz von Gesundheit und Umwelt sowie für die Sicherheit von Mitarbeitern ständig zu verbessern - unabhängig von gesetzlichen Vorgaben. Das Ziel dabei ist nachhaltige Entwicklung.

Weitere Zahlen Statistiken und Entwicklungen können den Grafiken in der Bildergalerie entnommen werden.

* Quelle: Germany Trade and Invest

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